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Nach Schließung von Onkologie-Praxis: Uwe Richrath verspricht Lösung

Streit um Schließung : Onkologie-Praxis: Richrath verspricht Lösung

Die Politik fordert zwei onkologische Praxen in der Leverkusen. Bisher gibt es1176 Unterschriften bei einer seit ein paar Tagen laufenden Online-Petition für freie Arztwahl in Leverkusen.

Die Schließung der onkologischen Praxis am Remigius-Krankenhaus beschäftigte am Donnerstag die Ratspolitik. Dabei geht es um ein juristischen Verfahren, das vom Klinikum Leverkusen gegen die Opladener Praxis von Christina Reddemann gestartet wurde. Im Hauptausschuss forderte Ratsherr Markus Beisicht (Aufbruch Leverkusen) ein Eingreifen der Kommunalpolitik. Die Stadt müsse auf die Notbremse treten und auf das Klinikum einwirken. Das angepeilte Ziel: zwei onkologische Praxen in Leverkusen, also im MVZ am Klinikum und am Remigius-Krankenhaus.

In den Aufsichtsgremien des Klinikums sitzen Vertreter der Politik. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Oberbürgermeister Uwe Richrath, Stellvertreter Ex-Oberbürgermeister Paul Hebbel. Richrath versprach, dass nach einer Lösung gesucht werde, „mit der wir alle leben können“.

Nach der für Außenstehende überraschenden Schließung der Reddemann-Praxis für Kassenpatienten müssen sich mehr als 500 Betroffene einen neuen Arzt suchen. Nach interner Mitteilung des Klinikums besteht trotzdem kein Versorgungsengpass. Der Aufsichtsrat wusste von dem Verfahren schon länger, schreibt das Klinikum. Die nächste Sitzung des Gremiums ist für den 6. Mai geplant.

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Derweil läuft die vor ein paar Tagen gestartete Petition für freie Arztwahl in Leverkusen im Internet weiter. 1176 Unterschriften sind bisher zuammengekommen, 2000 sind das Sammelziel. „Freie Arzt- und Klinikwahl sollte im Interesse der Gesellschaft sein. Jeden kann es treffen, eine schwere Krankheit zu bekommen. Dafür braucht man Ärzte seines Vertrauens... Lasst nicht zu, dass Leverkusen ein onkologisches Monopol hat“, schreibt die Initiatorin der Petition in ihrer Begründung.