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Nach Querelen: Der Leverkusener FLK-Präsident will nicht mehr

Umbruch im Leverkusener Karneval : Nach Querelen: Der FLK-Präsident will nicht mehr

Der Aufstand etlicher im Dachverband organisierter Karnevalsvereine gegen Uwe Krause hat nun Konsequenzen. Er kandidiert nicht mehr für eine weitere Amtszeit an der Spitze des Festausschuss Leverkusener Karneval (FLK).

Uwe Krause tritt ab. „Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, auf der Jahreshauptversammlung am 21. Juli nicht für eine erneute Kandidatur zur Verfügung zu stehen. Ich werde an der Versammlung auch nicht persönlich teilnehmen“, schreibt der langjährige Präsident des Festausschuss Leverkusener Karneval (FLK), dem 20 Gesellschaften angehören, in einem Brief an die Karnevalisten. 16 Jahre war Krause an der Spitze des Dachverbands Leverkusener Karnevalisten. Freizeit und Familie mussten zurückstehen. Da will Krause nun ansetzen: „Ich möchte mehr Zeit mit meiner Frau verbringen, wir werden auch mehr mit dem Wohnmobil unterwegs sein“, erzählt er.

 Der Rückzug kommt nicht von ungefähr. Und das nicht nur, weil Krauses aktuelle Amtszeit nun ausläuft. In der Sitzung am kommenden Dienstag müsste er wiedergewählt werden. Aber seit einiger Zeit hatte es im FLK, dem 20 Verein angehören, rumort. „15 Karnevalsgesellschaften gegen den Festausschuss-Präsidenten Uwe Krause“ hatte unsere Redaktion Anfang Juni geschrieben. „Krause soll nach 16 Jahren an der Spitze des FLK durch Thomas Lingenauber (Präsident Stadtgarde Opladen) abgelöst werden“, hatten Insider berichtet. Krause hatte gesagt, er wisse nicht, was ihm vorgeworfen werde: „Ich soll Sponsoren vergrault haben.“ Dabei gehe es wohl um Manfred Herpolsheimer. Der ehemalige Sparkassen-Chef sei pikiert gewesen, weil er auf einer Prinzenproklamation nicht als erster Vertreter eines Geldinstitutes begrüßt worden sei.

Nun schreibt der scheidende FLK-Chef: „Ich bedauere, dass es offenbar in einigen Vereinen Kritik an der Art und Weise, wie ich das Amt des FLK-Präsidenten ausgeübt hatte bzw. ausübe, gibt. Da ich immer für konstruktive Gespräche, Ideen und Kritik offen bin, hätte ich mich über eine Einladung zum Gespräch gefreut und wäre dieser auch gefolgt. Zeitnah hätten wir das unter uns besprochen, und es wäre für alle Beteiligten angenehmer gewesen.“ Er wolle neuen Ideen und Verantwortungsträgern nicht im Wege stehen, ergänzt der 56-Jährige, der 1997 als Prinz Uwe I. das närrische Völkchen regierte.

Zu seinem  Job an der Spitze des FLK, den er seit 2004 inne hat, schreibt er: „Neben den vielen schönen Seiten des Karnevals... war in dieser Zeit auch manch schwere Entscheidung zu treffen – so wie die wetterbedingten Absagen einzelner Karnevalszüge, bei denen jedem Karnevalisten das Herz blutete. Aber ich bin stolz darauf, dass wir Karnevalisten in Leverkusen immer zusammengestanden und auch schwere Entscheidungen gemeinsam getragen haben.“