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Nach Kioskeinbruch: Polizei holt Auto aus Stöckenbergsee

Nach Kioskeinbruch in Rheindorf : Polizei holt Auto aus Stöckenbergsee

In einer gut fünfstündigen Aktion hat die Polizei am Montag das Auto aus dem Stöckenbergsee geholt, das vermutlich das Tatfahrzeug bei einem Einbruch in Rheindorf war. Vor Ort: Die Besitzerin des Wagens, der ihr kurz vor dem Einrbuch gestohlen worden war.

Am frühen Nachmittag war der Wagen bis ans Ufer gezogen. Polizeitaucher einer Spezialeinheit hatten zuvor Schwimmkörper am Fahrgestell befestigt, die mit Druckluft gefüllt wurden, um den Wagen möglichst senkrecht an die Wasseroberfläche zu befördern. Von da aus musste das Auto Richtung Ufer gebracht und aus dem Wasser gezogen werden. Ein Polizeitaucher hatte zuvor unter Wasser den Wagen gefilmt. Zu sehen war auf dem Material unter anderem, dass die Täter vor dem Versenken offenbar die beiden vorderen Seitenfenster heruntergekurbelt hatten, damit der Wagen schneller den Grund des Sees ereicht. Das Auto lag gut 50 Meter weit im See in einer Tiefe von rund 17 Metern. Ein Leverkusener Abschnleppunternehmen bringt den schwarzen SUV nun zum Polizeipräsidium Köln, wo die Mitarbeiter der Kriminaltechnischen Untersuchung (KTU) den Wagen unter die Lupe nehmen werden. Die Besitzerin des Wagens, eine 50-jährige Kölnerin, beobachtete die Bergung ihres Autos. Die Polizei hatte sie dazu gebeten, damit sie das Fahrzeug identifiziert.

Zum Hintergrund: Am Montag vergangener Woche waren die Scheiben eines Kiosks am Königsberger Platz offenbar mit dem in Köln gestohlenen Wagen demoliert worden. Wenige Stunden später drangen dann weitere Diebe durch die kaputten Scheiben in das Geschäft ein und stahlen Zigaretten. Diese Täter wurden gefasst, beteuerten aber, nichts mit den kaputten Scheiben und den Tresor zu tun zu haben. Aus dem Kiosk wurde am Tattag auch ein Tresor. Von ihm fehlt bisher jede Spur.

(LH)