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Nach der Flut in Leverkusen: Sperrmüllentsorgung kommt gut voran

Nach der Flut - Leverkusen im Ausnahmezustand : Stadt richtet „Task-Force Flut“ ein

Die Aufräumarbeiten gehen samt Straßensperrungen weiter. Bürger sollen beim Sperrmüllabstellen einige Regeln beachten. Covestro spendet und hat Helfer in Leverkusen im Einsatz. Neue E-Mail-Adresse bei der Stadt für Betroffene.

Gesperrte Straßen Die Technischen Betriebe der Stadt (TBL) bitten die Bürger dringend, sich an die Straßen- und Brückensperrungen zu halten.  An der Talstraße in Opladen etwa seien die Absperrungen beiseite gerückt worden – für eine Schnitzeljagd. Die Straßen seien aber nicht ohne Grund gesperrt, weisen die TBL hin und bitten nachdrücklich um Akzeptanz.

Sperrmüllentsorgung Um die Abfälle störungsfreie aufladen zu können, sind weitere abschnittsweise Straßensperrungen in den Hochwassergebieten notwendig. Am Donnerstagnachmittag meldet die Stadt: „Voraussichtlich kann die konzertierte Aktion der Avea mit Unterstützung der TBL und einer größeren Anzahl von örtlichen oder häufig in Leverkusen tätigen Baufirmen am Samstag beendet werden.“ Ab Montag will die Avea den übrigen Sperrmüll mit eigenen Kräften bewältigen. Damit die eingesetzten Bagger viel von dem Sperrmüll aufnehmen können, sollten die Anwohner dies beachten:

· Der Sperrmüll sollte dicht an (nicht auf) der Fahrbahn abgelegt werden.

  • An vielen Stellen vor allem in
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· Er sollte, wenn möglich, nicht unter Bäumen oder auf Grünflächen abgelegt werden, weil diese sonst durch den Bagger beschädigt werden könnten. Ebenso sollte Abstand zu geparkten Autos eingehalten werden.

· Keinesfalls sollte Sperrmüll auf Sinkkästen oder Hydranten abgelegt werden. So sollen neue Wasserstauungen und die Löschwasserversorgung gesichert werden.

· Größere Elektrogeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke, Gefahrgut und Sondermüll wie Farben und Lacke sollen separat abgestellt werden, da sie von anderen Fahrzeugen abgeholt werden.

· Fahrzeuge möglichst nicht in den Straßen abstellen, wo noch Sperrmüll abgeholt und die Fahrbahn gereinigt werden muss.

Hilfen Um die Unterstützung für Hochwasser-Betroffene besser koordinieren zu können, hat die Stadt dies eingerichtet: Eine „Task-Force Flut“ bündelt die Themenbereiche und Hilfebedarfe, die verschiedene städtische Fachbereiche betreffen. Zusätzlich zur Bürgerhotline (406-3333) steht ab sofort die zentrale E-Mailadresse fluthilfe@stadt.leverkusen.de zur Verfügung. In Opladen sind verstärkt Sozialarbeiterteams der Stadt unterwegs, um gezielt den Bedarf an Versorgung und Unterstützung zu ermitteln, insbesondere für Senioren. Es fahren zwei mobile Teams weitere Bereich (Schlebusch, Alkenrath etc.) ab. Sie ersetzen die stationären Infostellen am Sportplatz SSV Alkenrath und in der Villa Wuppermann in Schlebusch. Die Mitarbeiter können sich per Dienstausweis legitimieren. Die Infostelle am Landrat-Lucas-Gymnasium bleibt zunächst bis Sonntag von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

EVL Immer noch sind Haushalte in Opladen ohne Strom, auch wenn die Grundversorgung der EVL steht. Die Hausanschlüsse müssen durch Elektriker geprüft und freigeschaltet werden. Die Stadt hat deshalb mit der Handwerkskammer und Currenta Kontakt aufgenommen und um Unterstützung durch Fachleute gebeten, die sich unter fluthilfe@stadt.leverkusen.de melden können. Zurzeit gehen die Monteure der EVL nochmal alle Strom-Hausanschlüsse in den Kellern ab, die überflutet waren, um sie mit Info-Aufklebern zu versehen. Die Gelegenheit nutzen die Monteure, um eine Sichtprüfung bei den Gas- und Wasserhausanschlüssen, den Zählern und Reglern und den Heizungsanlagen vorzunehmen. Sollte dabei festgestellt werden, dass die Heizungsanlage nicht sicher ist, drehen die Monteure die Hauptabsperrarmatur ab. Die Überprüfung von rund 1900 Kellern hat in Opladen begonnen. Danach folgen Leichlingen (rund 800 Anschlüsse) und Schlebusch mit rund 500 bis 600 Anschlüssen. Die Sichtkontrollen sollen nächste Woche abgeschlossen sein. Die Mitarbeiter der EVL sind auch am Wochenende im Einsatz, um die Häuser zu begehen, in denen unter der Woche kein Anwohner anzutreffen war.

 Bescheinigung Viele Hochwasser-Betroffene benötigen offizielle Bescheinigungen darüber, dass sie durch das Hochwasser geschädigt wurden, um beispielsweise von einer Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen zu können. Ab Freitag, 23. Juli, können derlei  Bescheinigungen freitags von 8 bis 14 Uhr und montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr entweder an der Information im Erdgeschoss des Rathauses oder im Verwaltungsgebäude Goetheplatz beim Dezernat für Schulen, Kultur, Jugend und Sport in Raum 238 (2. Etage) abgeholt werden. Hierfür sollten sich die Betroffenen ausweisen können, meldet die Stadt.

Auseinandersetzung In Opladen geht um, ein vom Hochwasser betroffener Anwohner und ein Sperrmüllsammler hätten sich eine Messerstecherei mit tödlichem Ausgang geliefert. Der Anwohner sei gestorben. Die Polizei bestätigt dies nicht. Es gebe keinen Toten in solch einem Zusammenhang.

Covestro spendet 500.000 Euro an verschiedene Einrichtungen und Organisationen, die direkt von den Folgen der Flut betroffen sind oder helfen, sie zu bewältigen. 300.000 Euro gehen an die Aktion „NRW hilft“. Zuvor hatte Covestro bereits 50.000 Euro direkt an die Bürgerstiftung Leverkusen überwiesen. „Uns ist es ein persönliches Anliegen, den betroffenen Regionen schnell zu helfen“, betont Vorstandschef Markus Steilemann. Die Spenden sind Teil eines dreiteiligen Hilfskonzepts. Dazu gehören die bezahlte Freistellung von Betroffenen und Freiwilligen für Aufräumarbeiten, Geldspenden und Sachspenden. Covestro-Mitarbeiter gehen derzeit die Materialbestände durch, um für Aufräumarbeiten benötigte Ausrüstung wie Handschuhe, Arbeitsschuhe und Müllsäcke bereitstellen zu können. „So wurden bereits am Montag auf Initiative einer Kollegin erste Utensilien nach Erftstadt gebracht.“ Covestro-Mitarbeiter seien unter anderem in Leverkusen, Erftstadt und im Ahrtal im Einsatz.

Gebet Die Kirchen laden „zu einem öffentlichen Zeichen der Solidarität und Zuversicht ein“, meldet Bernd-Ekkehart Scholten, Superintendent im Kirchenkreis Leverkusen. Am Freitag, 23. Juli, werden an vielen Orten um 18 Uhr die Glocken der Kirchen geläutet. „Um 18.05 Uhr laden die Gemeinden zu Andacht und Gebet für die Betroffenen der Flutkatastrophe ein.“ An diesen Orten: 

• Bielert-Kirche:  Ökumenische Andacht vor der Kirche

• Sankt Andreas:  Ökumenische Andacht

• Christuskirche Wiesdorf

• Langenfeld: Erlöserkirche (Immigrath)  und  Martin-Luther-Kirche (Reusrath)

• Evangelische Kirche Bergisch Neukirchen

• Hoffnungskirche Rheindorf

Spielplätze Vom Hochwasser überspült oder durch Starkregen beschädigt wurden nach aktuellem Stand des Fachbereichs Stadtgrün diese Spielplätze:

• Am Wiembachteich in der Rehbock-Anlage

• Spielplatz im Wuppermannpark

• Bewegungsgarten im Wuppermannpark

• zwei kleine Spielplätze im Grünzug Dhünn zwischen Mülheimerstraße und Im Bühl

• Spielstation am Hitdorfer See

• Spielplatz im Grünzug Schlebusch Mitte

Laut Stadt reichen die Schäden von verschmutztem Sand und Spielgeräten über teils freigelegte Fundamente bis zu ausgespülten Deckschichten der Wege. Die Spielgeräte hat die Stadt schon auf Standfestigkeit überprüft.  Es gab keine Mängel. Der Fachbereich Stadtgrün bittet trotzdem darum, die genannten Spielplätze erstmal nicht zu nutzen. 

Der verschmutzte Sand wird in den nächsten Wochen sukzessive ausgetauscht, Bänke und Spielgeräte gereinigt. Längere Zeit werde die Reparatur der ausgespülten Wegedecken dauern.

Gesperrte Straßen Die Technischen Betriebe der Stadt (TBL) bitten die Bürger dringend, sich an die Straßen- und Brückensperrungen zu halten.  An der Talstraße in Opladen etwa seien die Absperrungen beiseite gerückt worden – für eine Schnitzeljagd. Die Straßen seien aber nicht ohne Grund gesperrt, weisen die TBL hin und bitten nachdrücklich um Akzeptanz in der Bevölkerung.

Sperrmüllentsorgung Um die Entsorgung des Flut-Sperrmülls störungsfreie auf die Entsorgungsfahrzeuge laden zu können, sind weitere Straßensperrungen notwendig. Voraussichtlich bis zum Nachmittag ist die Rat-Deycks-Straße zwischen Berliner Platz und Rennbaumstraße vollgesperrt. Die Stadt empfiehlt, den Bereich weiträumig zu umfahren. Auch in den kommenden Tagen müssen Autofahrer in den Hochwassergebieten  mit weiteren abschnittsweisen Straßensperrungen rechnen.

Am Nachmittag meldet die Stadt: „Die Sperrmüllabfuhr aus den Überflutungsgebieten hat gute Fortschritte gemacht. Voraussichtlich kann die konzertierte Aktion der Avea mit Unterstützung der TBL und einer größeren Anzahl von örtlichen oder häufig in Leverkusen tätigen Baufirmen am Samstag beendet werden.“ Ab Montag will die Avea den übrigen Sperrmüll wieder mit eigenen Kräften bewältigen. Die Stadt bittet um Mithilfe der Bürger: Damit die eingesetzten Bagger viel von dem Sperrmüll aufnehmen können, sollten die Anwohner darum, nach Möglichkeit folgende Regeln zu beachten:

· Der Sperrmüll sollte möglichst dicht an (nicht auf) der Fahrbahn abgelegt werden.

· Er sollte, wenn möglich, nicht unter Bäumen oder auf Grünflächen abgelegt werden, weil diese sonst durch den Bagger beschädigt werden könnten. Ebenso sollte etwas Abstand zu geparkten Autos eingehalten werden.

· Keinesfalls sollte Sperrmüll auf Sinkkästen oder Hydranten abgelegt werden. So sollen neue Wasserstauungen und die Löschwasserversorgung gesichert werden.

· Größere Elektrogeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke, Gefahrgut und Sondermüll wie Farben und Lacke sollen separat abgestellt werden, da sie von anderen Fahrzeugen abgeholt werden.

· Nach wie vor gilt: Fahrzeuge möglichst nicht in den Straßen abstellen, wo noch Sperrmüll abgeholt und die Fahrbahn gereinigt werden muss. Aktuell werde dadurch etwa die Arbeit in der Dechant-Fein-Straße in Schlebusch noch erschwert.

Auseinandersetzung In Opladen geht die Information um, ein vom Hochwsser betroffener Anwohner und ein Sperrmüllsammler hätten sich eine Messerstecherei mit tödlichem Ausgang geliefert. Der Anwohner sei gestorben. Die Polizei bestätigt dies nicht. Es gebe keinen Toten in solch einem Zusammenhang, betont die Behörde.

Covestro spendet 500.000 Euro an verschiedene Einrichtungen und Organisationen, die direkt von den Folgen der Flut betroffen sind oder dabei helfen, sie zu bewältigen. 300.000 Euro gehen an die Aktion „NRW hilft". Zuvor hatte Covestro bereits 50.000 Euro direkt an die Bürgerstiftung Leverkusen überwiesen, teilt der Werkstoffhersteller mit. „Uns ist es ein persönliches Anliegen, den betroffenen Regionen schnell zu helfen", betont Vorstandschef Markus Steilemann. „Gerade im Umfeld unserer Werke, in dem wir immer einen engen und guten Kontakt zur Nachbarschaft gehalten haben, möchten wir den Menschen genau da helfen, wo es nötig ist.“ Die Spenden sind Teil eines dreiteiligen Hilfskonzepts. Dazu gehören die bezahlte Freistellung von Betroffenen und Freiwilligen für Aufräumarbeiten, Geldspenden und Sachspenden. Covestro-Mitarbeitende gehen derzeit die Materialbestände durch, um für Aufräumarbeiten dringend benötigte Ausrüstung wie Handschuhe, Arbeitsschuhe und Müllsäcke schnell bereitstellen zu können. „So wurden bereits am Montag auf Initiative einer Kollegin erste Utensilien nach Erftstadt gebracht.“ Covestro-Mitarbeiter seien unter anderem in Leverkusen, Erftstadt und im Ahrtal im Einsatz.

Gebet Neben den tatkräftigen und seelsorgerlichen Hilfsangeboten und den kirchlichen Spendenaktionen „möchten wir zu einem öffentlichen Zeichen der Solidarität und Zuversicht einladen“, meldet Bernd-Ekkehart Scholten, Pfarrer und Superintendent im Kirchenkreis Leverkusen. Am morgigen Freitag, 23. Juli, werden an vielen Orten um 18 Uhr die Glocken der Kirchen geläutet. „Um 18.05 Uhr laden die Gemeinden zu Andacht und Gebet für die Betroffenen der Flutkatastrophe ein.“ Und zwar an diesen Orten: 

• Bielert-Kirche:  Ökumenische Andacht vor der Kirche

• Sankt Andreas:  Ökumenische Andacht

• Christuskirche Wiesdorf

• Langenfeld: Erlöserkirche (Immigrath)  und  Martin-Luther-Kirche (Reusrath)

• Evangelische Kirche Bergisch Neukirchen

• Hoffnungskirche Rheindorf

 Scholten zitiert Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland: „Lassen Sie uns gemeinsam hörbar machen, dass wir uns gegenseitig unterstützen und füreinander beten.“

Autobahnen Die A 1 zwischen Leverkusen und Wermelskirchen ist für den Verkehr seit dem Wochenende wieder freigegeben, andere Autobahnen, etwa die A 61, noch nicht. Die Autobahn GmbH appelliert „aus gegebenem Anlass dringend an alle Verkehrsteilnehmer, die derzeit gesperrten Autobahnen nicht zu betreten oder zu befahren“. Auch wenn die Schäden auf den ersten Blick nicht erkennbar seien, könne die Fahrbahn dennoch unterspült und abgängig sein. „Im schlimmsten Fall besteht Einsturzgefahr  – ganz gleich ob mit einem Fahrzeug oder zu Fuß“, teilt die Autobahn GmbH mit.“ Es ist lebensgefährlich, als ungeschulter Außenstehender die gesperrten Autobahnen zu betreten.“