Mutmaßlicher IS-Terrorist aus Leverkusen gesteht vor Gericht

Prozess in Düsseldorf: Mutmaßlicher IS-Terrorist aus Leverkusen gesteht

Ein mutmaßlicher islamistischer Terrorist hat vor Gericht in Düsseldorf ein Geständnis abgelegt. Jetzt kann er mit einer Bewährungsstrafe rechnen. Der Mann war in Quettingen verhaftet worden.

Ein mutmaßlicher islamistischer Terrorist aus Leverkusen hat vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht ein Geständnis abgelegt. Er sei im Herbst 2013 nach Syrien gereist und habe sich für wenige Wochen zunächst der Gruppe Dschunud al-Scham (Soldaten Syriens) und dann dem Islamischen Staat angeschlossen, gestand der 25-Jährige beim Prozessauftakt am Donnerstag.

Die Gruppe Dschunud al-Scham ist eine radikalislamische Gruppierung, die die syrische Regierung des Präsidenten Bashar al-Assad stürzen und einen Gottesstaat errichten will.

Der Geständige war am 9. März in Leverkusen-Quettingen verhaftet worden.

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Nach Angaben des Oberlandesgerichts Düsseldorf kehrte der mutmaßliche Terrorist bereits im Dezember 2013 über die Türkei nach Deutschland zurück. Aufgrund von Hinweisen eines weiteren Syrien-Rückkehrers wurde im Oktober vergangenen Jahres ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann eingeleitet.

Den Treueeid auf den IS habe er aber nicht geleistet und nur einen einzigen Schuss auf ein leeres Gebäude abgegeben. Dem Geständnis war eine Absprache der Prozessparteien vorausgegangen: Der Angeklagte kann nun mit einer Bewährungsstrafe von höchstens zwei Jahren Haft rechnen.

(sef/lnw)