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Musikschule in Leverkusen wird ab 1. Januar teurer

Preise werden angepasst : Musikschule wird ab 1. Januar teurer

Um 4,5 Prozent, das macht ein bis zwei Euro im Monat aus, steigen die Gebühren in 2020.

Am 1. Januar werden die Gebühren für die Städtische Musikschule Leverkusen erhöht. Das beschloss der Betriebsausschuss KulturStadtLev. Je nach Unterrichtsform soll die Stunde ein bis maximal zwei Euro pro Monat teurer werden, das entspricht einer Erhöhung von etwa 4,5 Prozent. Leiter Jürgen Ohrem spricht dabei lieber von „Anpassung“, weil die zusätzlichen Einnahmen Gehaltssteigerungen der Lehrkräfte ausgleichen sollen.

In den 1980er Jahren hatte man die Gebühren über zehn Jahre lang gleich gelassen und war dann 1993 zu einer Erhöhung um 20 Prozent auf einen Schlag gezwungen, berichtete er auf Nachfrage. „Das war schmerzhaft.“ Daraufhin hatte der Rat beschlossen, alle zwei Jahre die Gebührenordnung anzupassen. Das gilt auch für die Vermietung von Räumen oder Außenflächen der Musikschule und für die Vermietung von Instrumenten. Allerdings seien nach wie vor Kinder unter zehn Jahren von der Instrumentenmiete befreit, betonte Ohrem. Damit soll der Einstieg in den Instrumentalunterricht gefördert werden. Außerdem entfällt für Eltern, die für ihre Kinder und Jugendliche ab zehn Jahre Instrumentenmiete zahlen, der OGS-Beitrag.

Die Ermäßigungen im Gesamtumfang von rund 19.000 Euro werden durch Einnahmen von Vermietung kompensiert. Im vergangenen Jahr wurden Mietverträge mit sechs neuen Dauernutzern (u.a. Bayer Blasorchester, Bayer Akkordeonorchester, Kammerorchester Leverkusen, Signum-Quartett) geschlossen, was Zusatzeinnahmen von 6500 Euro einbrachte, weitere 2500 Euro zahlt der Leverkusener Kinder- und Jugendchor an Jahresmiete, und 3000 Euro wurden durch zusätzliche Parkausweise für Proben erzielt. Lehrkräfte und Mitarbeiter zahlen für das Parken monatlich fünf Euro je Wochentag. Die Musikschule hat aktuell einen Kostendeckungsgrad von 39 Prozent.

Der Betriebsausschuss KSL gab die Projektfördermittel für die Freie Szene in Höhe von 22.500 Euro für das erste Halbjahr 2020 frei. Bis zum Stichtag 8. Oktober waren 21 Anträge eingegangen, davon erfüllten drei nicht die vom Rat beschlossenen Förder-Kriterien. Die meisten Projekte werden außerdem nicht in vollem Umfang gefördert. Eine Förderung erhalten: Gemischter Chor Schlebusch für ein Jubiläumskonzert, Seniorentheater Silberdisteln, der Verein Karneval trifft Kabarett für „Leverkusens kleinste Sitzung“, Beschwerdechor für ein Chorfest im KAW, Stadtteil-Spaziergänge mit Lichtkunst, Brennpunkt-Jam und HipHop/Graffiti im Haus der Jugend, Opladener Geschichtsverein für Webauftritt, Vorträge und Veranstaltungsreihe, die AG Leverkusener Künstler für zwei Ausstellungsprojekte, das Junge Musical Leverkusen, „Offene Bühne und Late Night Show“ und Konzerte im Pentagon, „Struppig Tanzen“-Veranstaltungsreihe, Feuerfeste an der Schiffsbrücke, Tanztrieb-Esemble für Tanztheatercollage, Ausstellung der Stadtgeschichtlichen Vereinigung, Kabarett und Tanz in den Mai im KAW. Sollte eines der Projekte ausfallen, müssen die Gelder zurückgezahlt werden und stehen dann für das zweite Halbjahr zur Verfügung.