Leverkusen: Müll vor den Geschäften ärgert Händler

Leverkusen: Müll vor den Geschäften ärgert Händler

Zwischen Rathaus-Galerie und Christuskirche klagen die Händler über die Verschmutzung des neuen Rathaus-Vorplatzes. Zwei Wochen nach der Eröffnung liegen Verpackungsreste auf den Treppenstufen, Bänken und unmittelbar vor den Geschäften. Die umliegenden Händler sind bei dem Dreck-Problem geteilter Meinung.

Während am Montagmorgen der Vorplatz regelrecht zugemüllt war, sieht es am Dienstagmorgen schon aufgeräumter aus. Acht grüne Mülleimer stehen kreisförmig vor dem neuen Einkaufszentrum. Doch scheinbar reicht das nicht aus, - oder die Leute nutzen diese einfach nicht. Auf den Treppenstufen, die von der Fastfood-Kette McDonalds zur Rathaus-Galerie führen, sammeln sich Zigarettenstummel, Getränkebecher bleiben neben sowie auf den Sitzbänken wahrlos stehen, die zudem noch mit Essensresten verschmiert sind.

"Von dem Müll werden die Leute von Auswärts doch abgeschreckt", beklagt sich Irmgard Völker aus der Modeboutique "Elegance". Sie teilt die Meinung ihrer beiden Kolleginnen, dass es am Montagmorgen "unter aller Würde" ausgesehen habe. An Mülleimern mangelt es nach Ansicht der drei Angestellten nicht, aber daran, dass die Leute diese nicht benutzen. "Man muss den jungen Leuten sogar noch die Mülleimer hinterher tragen", beschwert sich Adele Lübbers.

Dimitrios Charalampidis, Mitarbeiter bei "allnet 24" hält die Mülleimer schlicht für "falsch positioniert". Der Geschäftekomplex zwischen Rathaus-Galerie und Christuskirche hat eine eigene Reinigungskraft, die jeden Morgen ihre Runden dreht und den Müll beseitigt. "Doch das allein reicht nicht", erklärt Charalampidis.

Optimistischer dagegen ist Schumacher René Krahn. Zwar muss auch er zugeben, dass viel Müll von McDonalds stamme, doch halte sich die Vermüllung noch in Grenzen. "Zur Eröffnung gab es einen riesen Müllberg, doch wenn der Platz und die Bepflasterung einmal richtig fertig ist, dann wird der Platz nett."

Reisebüroleiter Peter Jürgen Drost blickt von seinem Arbeitsplatz unmittelbar auf den Rathaus-Vorplatz. Und was er da sieht, ist für Drost "noch kein Problem". "Am ersten Tag war es mit dem Müll schlimm, aber mittlerweile hat sich das relativiert. Ich halte das Müll-Problem für eine zeitlich begrenzte Geschichte."

Mehr Mülleimer, mehr Bänke und mehr Reinigungskräfte ist also der großteilige Konsens der umliegenden Händler. Offen bleibt noch, wie Stadt, ECE und die Werbegemeinschaft City das bei vielen empfundene Müll-Problem lösen.

Denken Sie auch, dass zu viel Müll auf dem Rathaus-Vorplatz liegt? Wie ist Ihre Meinung?

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