Leverkusen Mitternachtsshopping beglückt viele Einzelhändler

Leverkusen · Die Tage bis Weihnachten sind gezählt. Alle wollen ihre Geschenke noch schnell besorgen, und der Handel freut sich über florierende Geschäfte. Speziell am Samstag beim Midnight-Shopping waren die Läden in Wiesdorf brechend voll. Etwa 8000 Personen wälzten sich alleine durch den Elektro-Markt Saturn in der Rathaus-Galerie. Renner waren dort vor allem iPad, Smart-Phone und E-Book-Reader sowie Hörbücher.

 Besser geht's nicht: Rappelvoll war die Wiesdorfer Innenstadt beim Midnight-Shopping am vergangenen Samstag.

Besser geht's nicht: Rappelvoll war die Wiesdorfer Innenstadt beim Midnight-Shopping am vergangenen Samstag.

Foto: Uwe Miserius

"Kunden achten mehr auf Qualität", hat Geschäftsführer Uwe Gaebel beobachtet. An Stelle einstiger Statussymbole wie Autos seien jetzt vermehrt Lifestyle-Produkte wie Kaffeevollautomat oder 50 Zoll-Flachbildfernseher gerückt.

 Filialleiterin Alexandra Schlömp präsentierte die Düfte der diesjährigen Weihnachts-Saison.

Filialleiterin Alexandra Schlömp präsentierte die Düfte der diesjährigen Weihnachts-Saison.

Foto: Miserius, Uwe (umi)

Zum angesagten aktiven Lebensstil gehören Düfte. In der Parfümerie Douglas am Wiesdorfer Platz präsentierte Verkäuferin Heike Wollenberg die neuen Trends. Für junge Herren eigne sich etwa "One Million" von Pacco Rabanne, ein leicht herber Duft, den es in der 50 Milliliter-Packung für 49,99 Euro gibt. Für Damen würde sie beispielsweise den süßlichen Lancôme-Duft "La vie est belle" empfehlen, Schauspielerin Julia Roberts wirbt derzeit mit dem Produkt. 30 Milliliter Eau de Parfum kosten 49,99 Euro. Teenager, die für die Band "One Direction" schwärmten, würden mit Vorliebe deren Duftkreation "Our Moment" zum Preis von 29,95 Euro erwerben, ganz egal, wie er rieche.

Natalie Brandt (30) hatte nach Bekleidung für sich und ihre Schwester gesucht und war im Modegeschäft "New Yorker" fündig geworden. In ihrer Tüte war jetzt ein khakifarbener Parka mit Kapuze für sich, Leggins mit langem Wollpullover für Schwester Desiree (25). Für alles zusammen hatte sie an der Kasse 120 Euro bezahlt und damit nicht nur ihre Geschenkeliste abgehakt, sondern auch top aktuelle Kleidung erworben.

Kein Mann käme heutzutage noch auf die Idee, seiner Frau ein Haushaltsgerät zu Weihnachten zu schenken, berichtete Geschäftsführer Ronny Lukocyki der Firma "Cookmal". Eltern ihren Kindern dagegen schon. Etwa für die erste eigene Wohnung. Gerne und oft würden zu diesem Zweck in der Erlebniswelt des Kochens Geräte im Retro-Stil der amerikanischen Herstellerfirma "Kitchenaid" gekauft. Sie seien gut, aber nicht gerade preiswert. Günstige "Renner" seien hingegen praktische Helfer, als Unterstützung beim derzeit vor allem angesagten Thema "Backen". Das gelte sowohl für "Cupcakes", also eine Art verzierte Muffins, als auch für "Cakepops", was nichts anderes ist als Kuchen am Stiel. Nicht minder großer Beliebtheit erfreuten sich so genannte Spiralschneider, mit denen sich festes Gemüse in Streifen oder Spiralen schneiden lasse, etwa für Zucchini-Spaghetti oder dekorative Rohkostplatten. Nach 23 Uhr gab es im Buchladen sogar noch zwischendurch Schlangen an der Kasse. In einigen Geschäften herrschte allerdings eine sehr übersichtliche Kundenzahl. Das Verkaufspersonal mühte sich ab und an vergeblich, das Gähnen zu unterdrücken. Fast überall gab kleine Extras, Glühwein und Live-Musik. Im Winterdorf vor der Galerie war auch kurz vor Mitternacht Partyzeit. Ein Höhepunkt: der Auftritt der Kölsch Fraktion. Karneval am Glühweinstand.

(RP)
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