Mitsingkonzert in Hitdorf mit Björn Heuser

Mitsingkonzert : Eine Abend voller kölscher Lieder

In der Hitdorfer Stadthalle gestaltete das Publikum das Programm selber mit.

„Mir sprechen hück all dieselve Sproch“ lautet eine Zeile im „Stammbaum“ der Kölner Musikgruppe Bläck Fööss. Dieselbe Sprache haben alle Besucher gesungen, die am Freitag in die Hitdorfer Stadthalle kamen. Dutzende schunkelten im Takt oder schwenkten die Arme, während Björn Heuser auf der Bühne stand und mit seiner Gitarre den Ton angab.

Beim Mitsingkonzert unter dem Motto „Leverkusen singt Kölsche Lieder“ sorgte Heuser zum Auftakt für beste Stimmung. Die nachfolgenden Interpreten hatten somit leichtes Spiel, ehe sich das Fest unter der Überschrift „alle total Malle“ am Sonntag mit einer Schlagerparty und am Montag mit einer Kinderparty fortsetzte. Für Veranstalter Sven Daum war es ein tränenreicher Abschied, da er die Reihe nach zehn Jahren aus privaten Gründen beendet. „Wir werden nochmal Eltern“, freute er sich gemeinsam mit Ehefrau Rebecca, und will sich künftig anderen Aufgaben widmen.

Zurück zum Mitsingkonzert: In Köln und Umgebung ist Heuser längst für diese Art von Vergnügen bekannt. Auch in Leverkusen war er nicht zum ersten Mal. „Ich komme immer wieder gerne hierher“, sagte der Musiker und ergänzte: „Außerdem ist es nicht so weit weg von Köln.“

Einen festen Ablaufplan hatte er nicht, sondern wollte die Auswahl der Lieder spontan und nach Stimmungslage entscheiden. Auch auf Texthefte - wie sonst üblich – verzichtete er diesmal. „Die Leute kennen die Texte alle auswendig“, gab sich Heuser überzeugt. Und er behielt Recht. Den Text zahlreicher Lieder, unter anderem „In unserem Veedel“ kannten die Gäste auswendig, „Hey Kölle“ von den Höhnern sowieso.

Die Stadthalle war zwar nicht so gut gefüllt wie gewohnt. Dennoch hatten alle Besucher viel Spaß. Das galt auch für die Thekenmannschaft der Karnevalsgesellschaft „Rhingdörp Alaaf“. Zwölf Vereinsmitglieder halfen an diesem Abend und erhielten im Gegenzug eine Spende für die Vereinskasse.

Das galt auch für Peter Meises aus Pulheim. „Ich singe vor allem gerne im Karneval und bei solchen Veranstaltungen“, berichtete der Chef der Leverkusener Metro. Kölsch sei zwar nicht seine Muttersprache, meinte der gebürtige Koblenzer. Als Fan von „BAP“ habe er sich schon gut eingehört. Die Texte habe er zwar nicht komplett verstanden, aber dennoch versucht mitzusingen, berichtet er schmunzelnd.

(kno)
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