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Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Gemeinde Leverkusen spenden Lebensmittel

Ahmadiyya Muslim Gemeinde Leverkusen : Lebensmittel für Bedürftige

Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Gemeinde Leverkusen spenden das Essen an die Caritas, wenn die geplante Kochaktion schon nicht stattfinden kann.

„Es ist Bestandteil unserer Religion, dass wir denen, die Hilfe benötigen, auch helfen“, sagt Zeeshan Mahmood. Er ist Pressesprecher der Ahmadiyya Muslim Gemeinde Leverkusen. Mit seinem Kollegen Abdul-Rauf Bhutta besuchte er am Freitagvormittag die Caritas, um dort mehrere Kisten mit Lebensmittelspenden abzugeben.

Eigentlich war geplant, wie in den vergangenen Jahren für die Hilfsbedürftigen zu kochen. „Ein Mal wollten so viele mithelfen, dass gar nicht alle in die Küche gepasst haben“, erinnert sich Mahmood. Doch die Corona-Pandemie zwingt die gläubigen Muslime zu einer Alternative. Deshalb bringen sie kurzerhand die Lebensmittel vorbei. Denn helfen wollen sie auch in schwierigen Zeiten – besonders dann.

1889 wurde die Ahmadiyya-Gemeinde in Indien gegründet. Nach eigenen Angaben hat sie etwa 40.000 Mitglieder in Deutschland und betreibt 50 Moscheen. In der Gemeinde in Leverkusen sind es etwa 110 Mitglieder. „Bei solchen Aktivitäten wollen sich immer viele beteiligen“, berichtet Mahmood erfreut. Da sei die Bereitschaft sogar höher als bei Freizeitaktivitäten.

Die Corona-Pandemie hat auch den Alltag in der Gemeinde verändert. „Es gibt natürlich Probleme, aber ich habe das Gefühl, dass wir in diesen Zeiten noch enger zusammenrücken – wenn auch nicht körperlich“, betont der Pressesprecher. Der Zusammenhalt sei gestiegen, es fänden sogar aktuell mehr Veranstaltungen statt als vorher, wenn auch alle online. Über Videokonferenzen werden Kurse abgehalten. Neben der externen Hilfe für Bedürftige sei auch die interne Hilfsbereitschaft noch einmal gestiegen. „Wir sorgen uns mehr umeinander und suchen die Gespräche“, berichtet Mahmood.

Mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit wollen die Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde auch ein positives Bild des friedlichen Islam vermitteln und transportieren. Wenn von anderer Seite dann im Namen des Islam Terroranschläge verübt und Menschen getötet werden, mache das wütend und machtlos zugleich. „Unser erster Gedanke ist dann: ‚Hoffentlich kein Moslem’“, sagt Mahmood.