Mitarbeiter-Ideen bringen Currenta 2,2 Millionen Euro an Einsparungen

Mehr als 3000 Verbesserungsvorschläge eingereicht : Mitarbeiter-Ideen bringen Currenta 2,2 Mio.

Mehr als 3000 Vorschläge gingen ein – 1710 sind realisiert worden. Viele im Arbeits- und Umweltschutz.

Peter Völkerath ist ein Mann der Tat. Er ist verantwortlich für Verfahrens- und Anlagensicherheit bei Chemparkbetreiber Currenta und hat sich intensiv das Thema Blitzschutzkonzepte vorgeknöpft. Gehört ja zu seinem Job, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil der Anlagensicherheit. So werden Gebäude nach einer von einer Fachfirma festgelegten Norm in Blitzschutzklassen eingestuft. Völkerath hat ein bisschen genauer hingeschaut und festgestellt: Für die Gebäude von Currenta sind immer wieder andere Klassen festgelegt worden – in den meisten Fällen aber die Blitzschutzklasse 1. Er studierte die Richtlinien und stellte fest, „dass unser Konzept firmenübergreifend vereinfacht werden kann“. Die Blitzschutzanlagen waren teils überdimensioniert. Peter Völkerath bemerkte: Für Currenta-Gebäude reicht die Blitzschutzklasse 2. Er machte sich daran, ein Currenta-weites neues Konzept zu erstellen. „An einigen Stellen wurden Gebäude nachgerüstet, meistens konnten aber vorhandene und nicht notwendige Blitzableiter abgebaut werden“, berichtet Currenta und setzt eine beeindruckende Zahl hintendran: Durch Völkeraths neues Konzept spart das Unternehmen jährlich Installations-, Prüf- und Instandhaltungskosten in Höhe von rund 45.500 Euro.

Und Peter Völkerath ist nicht der Einzige mit pfiffigen Sparideen beim Chemparkbetreiber. Insgesamt gingen über alle Geschäftsfelder hinweg im vergangenen Jahr 3178 Verbesserungsvorschläge beim Ideen-Management ein. Das sind 300 mehr als noch in 2017. Oder anders ausgedrückt: Fast jeder zweite Mitarbeiter hatte im vergangenen Jahr eine Idee, mit der er sein Arbeitsumfeld sicherer, effizienter und einfacher gestalten könnte, hat Currenta ausgerechnet. In Leverkusen waren es noch mehr: Von den 1952 Mitarbeitern kamen 1788 Vorschläge.

Jetzt ist eine Idee allein noch kein Spargarant. Die Umsetzung macht’s. Und auch die Zahl kann sich sehen lassen: 1710 Ideen sind im vergangenen Jahr realisiert worden. Das macht eine Realisierungsquote von 55 Prozent. Noch mehr Zahlen: 108 Vorschläge beziehen sich auf das Thema Umweltschutz, 56 auf die Energieeffizienz. Zudem gab es zahlreiche Hinweise zum Arbeits- und zum Gesundheitsschutz. Currenta-Arbeitsdirektor Alexander Wagner verspricht gerade zu letzteren: „Es ist mir persönlich ein Anliegen, dass diese schnellstmöglich umgesetzt werden.“ Und so gehören rund die Hälfte der umgesetzten Ideen zu einem der beiden Bereiche.

Für so viel freiwillige kreative Denkarbeit dankt Currenta mit einem Prämiensystem. Insgesamt wurden 820.000 Euro Prämiengelder vergeben, die höchste Einzelprämie lag bei rund 108.000 Euro. Im Gegenzug spart die Idee mit dem höchsten Gesamtnutzen jährlich 718.802 Euro ein. Alle realisierten Ideen zusammen sparen im ersten Jahr rund 2,2 Millionen Euro ein, sagt Currenta.

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