1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Mit Bagger gegen den „Wilhelmsee“ in Leverkusen

Neustadt Opladen : Mit Bagger gegen den „Wilhelmsee“

Weil ein Sinkkastenabfluss defekt ist, bilden sich Riesenpfützen in der Neustadt. TBL erneuert das Rohr.

Seenlandschaften locken in Nicht-Corona-Zeiten Naherholungssuchende und Touristen von weit her an. Siehe Mecklenburg-Vorpommern. Siehe nicht Opladener Neustadt. Denn an dortigen Seen reibt sich die Politik, vor allem am „großen Wilhelmsee“, einer Wasserpfütze nach stärkeren Regenfällen, die sich an der Ecke zur Kölner Straße bildet und recht ordentliche Dimensionen annimmt. Opladen Plus animierte das vor ein paar Wochen dazu, ein Badeentchen auf dem Wilhelmsee schwimmen zu lassen. Und zu einem Schreiben an die Stadtverwaltung. Darin geht es um die Seen-Missstände, die die Wählergruppierung auch an anderen Stellen in Opladen ausmacht, etwa auch an der Augustastraße, Herzogstraße und Fürstenbergstraße.

Mehrfach habe Opladen Plus in der Vergangenheit die Stadt und auch die städtischen Technischen Betriebe (TBL) darauf hingewiesen, nichts sei passiert. Bis jetzt. Den nun rücken die TBL dem „großen Wilhelmsee“ per Bagger zu Leibe.

„Wir haben das vor Ort geprüft“, sagt TBL-Chef Wolfgang Herwig. Das Ergebnis: „Eine Sinkkastenanschlussleitung ist kaputt. Dadurch konnte Erde in die Leitung eindringen und das Rohr verstopfen“, ergänzt Herwig. Nun ersetzen die TBL das komplette Rohr. Ein ganz großer Eingriff sei das nicht, sagt Herwig, demnach gebe es auch keine besonders auffälligen Einschränkungen, es könne aber sein, dass in der Straße wegen der Arbeiten ein paar Parkplätze wegfielen. Herwig schätzt die Dauer der Maßnahme mit gut einer Woche ein.

Während der „große Wilhelmsee“ dann vermutlich Geschichte sein wird, gibt es an anderen von Markus Pott und Oliver Faber von Opladen Plus monierten Stellen wohl keine zügige Abhilfe. Denn dort hätten Baumwurzeln Bordstein und Rinne so hochgedrückt, dass das Wasser nicht mehr richtig abfließen könne. Abhilfe zu schaffen, sei in den Fällen nicht einfach, brauche unter anderem viel Abstimmung verschiedener Disziplinen. „Wir können nicht einfach die Straße aufmachen und die Baumwurzeln absägen. Das täte den Bäumen nicht gut. Und sie sollen doch erhalten bleiben“, weist Herwig auf die etwas schwierigere Ausgangslage als an der Wilhelmstraße hin. Zu einer Lösung an den betroffenen Stellen liefen bei der Stadt erste Überlegungen. Wolfgang Herwig macht aber auch darauf aufmerksam, dass die Verwaltung wegen der Corona-Epidemie gerade im Notbetrieb laufe, also eine zügige Behebung der Seen vorerst nicht zu erwarten sei.

Apropos Krise: Der TBL-Chef sagt auch, dass die Baustellen der TBL in der Stadt mit externen Firmen derzeit trotz der Krise laufen.