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Missbrauch bei Feuerwehr in Leverkusen : Prozess ohne Zuhörer

Jugendfeuerwehr Leverkusen : Angeklagter geständig – Missbrauchs-Prozess ohne Zuhörer fortgesetzt

Zweiter Prozesstag vor den Kölner Landgericht lief unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Angeklagter früherer Ausbilder der Jugendfeuerwehr ist geständig.

Der Strafprozess gegen den 45-jährigen ehemaligen Ausbilder bei den Jugendfeuerwehren in Lützenkirchen und Schlebusch kann voraussichtlich deutlich abgekürzt werden. Schon am ersten Verhandlungstag vor der 20. Großen Strafkammer des Kölner Landgerichts hat der Angeklagte ein umfängliches Geständnis abgelegt, wie bei der  Bekanntgabe des weiteren Verfahrens am zweiten Prozesstag deutlich wurde. Vorgeworfen werden ihm 31 Fälle von sexuellem Missbrauch an Jugendlichen.

Die Erklärungen des Angeklagten fanden wegen der persönlichen Schutzinteressen der jungen Geschädigten und auch des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Und auch am zweiten Tag waren nach der Behandlung der Regularien die Prozessbeteiligten wieder unter sich. Wegen der auch vor Gericht geltenden besonderen Abstandsvorschriften ist es derzeit nicht möglich, dass das Gericht an seinem erhöhten Pult Lichtbilder der polizeilichen Ermittlung der  Staatsanwaltschaft und Verteidigung sowie den Gutachtern offenlegt. Das muss derzeit per Video an den Gerichtswänden gezeigt werden, was dann ja auch jeder Zuschauer  mitbekommen würde.

Nach den Erklärungen des Angeklagten kann das Gericht auf die Ladung von fünf Zeugen verzichten. Weitere sind am 9. August geladen sind. Alles ohne Öffentlichkeit.

(sg-)