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Minister Pinkwart eröffnet Ideenschmiede in Leverkusen

Neue Ideenschmiede : Minister Pinkwart eröffnet Probierwerk

Lob für kreative Ideenschmiede für Jung und Alt. Grüner Ratsherr entrollt Transparent und sorgt für Eklat.

Geöffnet hat es seine Tore schon Anfang Januar, nun folgte der offizielle Startschuss: NRW-Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Andreas Pinkwart hat am Freitag mit Oberbürgermeister Uwe Richrath und Frank Obermaier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Leverkusen (WFL), das Gründerzentrum „Probierwerk“ in der Stauffenbergstraße eröffnet.

In der Ideenschmiede sollen künftig junge Unternehmen, Gründer, Kreative und technische Talente jeden Alters zusammenarbeiten. Ihnen stehen dafür neben Büro- auch Werkstattflächen und Seminarräume zur Verfügung. Erfahrene Mentoren aus der Wirtschaft stehen den Jungunternehmern in einem engen Netzwerk zur Seite. „Wir brauchen neue Ideen, Innovation, Forschung und Technologie, um die Industrie in das neue Zeitalter der Digitalisierung mitnehmen zu können. Genau das gelingt hier“, sagte Pinkwart. Junge Köpfe seien gefragt, die gute Technologien vorantrieben. Diese Kreativität und Lust auf technische Entfaltung würden im Probierwerk gefördert. „Uns ist wichtig, dass Menschen den unternehmerischen Mut fassen, ihre Ideen zur Ausführung zu bringen. Damit können wir mit neuen Produkten und Dienstleistungen an den Chancen der Digitalisierung teilhaben, damit wir uns auch in der neuen Welt Arbeit und Wohlstand erarbeiten können“, betonte der Minister. Die Zeit aber sei im globalen Wettbewerb um kluge Ideen und deren Realisierung ein kritischer Faktor. Deshalb brauche es agile Strukturen, Interdisziplinarität und den Austausch zwischen Jung und Alt.

Pinkwart rief dazu auf, Ideen nicht wie in alten Zeiten hinter verschlossenen Türen allein auszutüfteln: „Wir brauchen ein Mindestmaß an Offenheit und Vertrauen, dann kommt auch etwas Gutes dabei heraus. Wir müssen anfangen, miteinander kommunizieren und unsere Ideen und Produkte im Prozess immer weiter verbessern. Das Probierwerk ist perfekt dafür.“

Oberbürgermeister Uwe Richrath markierte die Eröffnung als „denkwürdigen Tag für die Stadt Leverkusen in Zeiten, in denen sich Gesellschaften digitalisieren“. Dankbar zeigte er sich für die finanzielle Unterstützung und die Förderprogramme des Landes NRW, mit denen es jungen Menschen mit einer guten Ausbildung ermöglicht werde, ihre Talente voranzutreiben.

Der Grünen-Politiker und ehemalige Bürgermeister Klaus Wolf nutzte die Veranstaltung derweil für ein eigenes politisches Statement und sorgte so für einen Eklat. Das Mitglied im Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft hielt neben Pinkwart ein Transparent mit der Aufschrift „Totengräber der Windenergie“ in die Höhe. WFL-Geschäftsführer  Obermaier beendete den Auftritt, der bei den Besuchern kaum Zustimmung weckte, indem er Wolf das Plakat aus der Hand riss.