Markus Pott investiert in Haus an der Kölner Straße in Opladen

Markus Pott : Eine „Hommage an Opladen“

Markus Pott hat für 1,5 Millionen Euro sein Wohn- und Geschäftshaus an der Kölner Straße renovieren lassen.

Die Arbeiten am Wohn- und Geschäftshaus Kölner Straße 52 in Opladen sind fast abgeschlossen. Bislang sind Architekt Wolfgang Buntenbach und Markus Pott zufrieden mit den Ergebnissen der Bauarbeiten, die insgesamt 1,5 Millionen Euro verschlungen haben. „Wir hätten vieles einfacher haben können“ kommentiert Pott. Aber für seine Heimatstadt wollte er nur das Beste. „Die Fassade“, so Pott, „hat einen ideellen Hintergrund und ist eine Hommage an Opladen.“ Weil das Haus mitten in der Stadt stehe, sollte es etwas Besonderes sein. „Die Freude, dauerhaft etwas Schönes zu haben, gab letztlich den Ausschlag bei meiner Familie“, fasst der Sohn von Bauherrin Edith Pott zusammen.

Was jetzt noch fehlt, sind Verbesserungen der Außenanlagen. Dazu gehört ein überdachter, abschließbarer Fahrradabstellplatz, die Beseitigung der veralteten Haustechnik auf dem Dach des Anbaus und die Erneuerung der so genannten Attika, der Außenwand zur Verdeckung des Daches. Nach Baubeginn im Oktober 2017 kam die Sanierung des Eckhauses am Opladener Marktplatz recht zügig voran. Innerhalb eines Jahres wurden sämtliche Scheiben gegen dreifach verglaste Kunststofffenster ausgetauscht.

Jede einzelne der 16 Wohnungen erhielt einen neuen, freitragenden Balkon. Darüber hinaus wurde der Aufzug saniert, die Heizzentrale ausgetauscht, Fassaden und Dach wurden gedämmt. Anschließend erhielt das Flachdach die erste Leverkusener Photovoltaikanlage als Mieterstrommodell in Zusammenarbeit mit der Energieversorgung Leverkusen (EVL). Etwa 22.000 Kilowattstunden Strom werden – analog zum Blockheizkraftwerk – pro Jahr seither direkt am Objekt produziert und ohne Umwege über öffentliche Netze an die Endverbraucher im Haus geleitet. Somit entfallen Netzentgelte, Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgaben. Die Mieter sparen jährlich bis zu 70 Euro, sagt Pott.

Doch hat er nicht nur ein Herz für Menschen, sondern auch für Tiere, speziell für Mauersegler und Fledermäuse. An der Hochhausfassade ließ er deshalb – angeregt durch andere Beispiele und in Kooperation mit dem Naturschutzbund Leverkusen – zahlreiche Nisthilfen für so genannte Gebäudebrüter anbringen.

Der unübersehbare Clou des Hauses aber ist die Fassade an der Straßenfront. Während rund 650 Quadratmeter an der Rückseite lediglich mit Aluminium-Profilen überzogen sind, die an einen klassischen Industriebau erinnern, haben 850 Quadratmeter an der Straßenfront eine Glasfassade – laut Buntenbach „für ein Wohnhaus ganz außergewöhnlich.“

Eine Lösung erschien zunächst schwierig, denn die gewisse Strenge der Hausfassade sollte grundsätzlich beibehalten werden. Ein einfacher Putz kam wegen der exponierten Lage ebenso wenig in Frage. Also schlug Buntenbach eine Lösung vor, die er zuvor schon in ähnlicher Form am GBO-Haus Düsseldorfer Straße angebracht hatte. Pott zögerte anfangs, fuhr schließlich zu einem Musterhaus nach Bochum und kam von dort begeistert zurück. Die Glasfassade, deren Elemente eigens für das Objekt in gebrochenem Weiß eingefärbt worden sind, hat nach Angaben Potts viele Vorteile: Sie bedarf keiner Pflege, ist extrem bruchsicher, erfülle jede Brandschutznorm, bietet einen hübschen Kontrast zu den benachbarten Häusern und sieht noch dazu gut aus. Kein Wunder, dass Buntenbach und Pott rundum zufrieden sind.

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