Marienschule in Opladen trauert um Lehrer - 58-jähriger Surfer nach Unglück auf Rhein gestorben

58-jähriger Surfer gestorben : Marienschule in Opladen trauert um Lehrer

Der Wassersportler, der am Wochenende beim Surfen im Rhein bei Neuss ums Leben kam, unterrichtete Sport und Biologie. Laut Polizei ist der 58-Jährige vermutlich wegen des starken Windes in den Fluss gefallen.

Tragischer  Unfall am Samstagmittag in Neuss: Ein herrenloses Surfbrett treibt auf dem Rhein. Ein Zeuge alarmiert die Feuerwehr. Die schickt das Feuerlöschboot „Alfons Frings“ und die Wasserrettungsgruppe raus zu Rheinkilometer 734 in Höhe des Neusser Sporthafens. Auch die Wasserwacht und die DLRG werden alarmiert. Von Land aus unterstützen Feuerwehr Neuss, Notarzt und Rettungsdienst den Einsatz. Auch ein Polizeihubschrauber kreist über der Stelle. Die Einsatzkräfte finden den Surfer. Noch vor Ort wird er reanimiert, dann ins Krankenhaus gebracht. Dort erliegt der Kölner seinen Verletzungen.

Der 58-Jährige unterrichtete an der Opladener Marienschule Sport und Biologie. Zum Unfallzeitpunkt war der Kölner mit einem 53-jährigen Sportkameraden unterwegs. Der blieb zwar körperlich unversehrt, wie der Neusser Feuerwehrsprecher Christian Franke berichtet, doch musste er nach dem Vorfall von Notfallseelsorgern und Polizei betreut werden. Die Unfallursache ist noch unklar. Laut Polizei ist der 58-Jährige vermutlich wegen des starken Windes in den Fluss gefallen. Klar ist, dass er vom Brett fiel und für längere Zeit unter der Wasseroberfläche des Rheins verschwand. Der Sportkamerad könne keine genauen Angaben zu der Zeitspanne machen, sagt Franke, es seien wohl zehn bis fünfzehn Minuten gewesen.

Für die Marienschule, die am Montagmorgen  vom Unfall erfuhr, war die Nachricht ein Schock. „Wir haben am Vormittag die Klasse und Kurse informiert“, sagt  Werner Voß, der stellvertretende Schulleiter. In der schuleigenen Kapelle sei ein Ort des Gedenken eingerichtet worden. „Eine Trauerfeier wird es mit Sicherheit geben. Zunächst werden wir dem Kollegen, der sich in unserer Schule sehr zu Haue fühlte, diese Woche in zwei Gottesdiensten gedenken.“

Der Lehrer hinterlässt seine Lebensgefährtin und deren Tochter.

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