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Maria Hein ist seit 25 Jahren Grüne Dame in Leverkusen

25 Jahre Grüne Dame : Den Menschen Zeit schenken

Maria Hein (83) ist seit 25 Jahren als Grüne Dame tätig. Die dienstälteste Ehrenamtlerin des St. Josef-Krankenhauses betreut Alte und Kranke.

Die Geschichten des Zweiten Weltkriegs kennt Maria Hein zu Genüge. Die Alten und Kranken in der Geriatrie des St. Josef-Krankenhauses in Wiesdorf haben ihr davon schließlich oft genug erzählt. Dennoch wird die 83-jährige Ehrenamtlerin auch in Zukunft weiter lauschen, während sie am Bett sitzt und Hände hält.  „So lange ich gesund bleibe, werde ich mich zusätzlich zur medizinischen Versorgung weiter engagieren“, steht für die Kölnerin fest, die ihre Arbeit als Grüne Dame in der Ökumenischen Krankenhaushilfe vor 25 Jahren aufnahm, rund drei Jahre nach Gründung der Initiative. „Eigentlich wollte ich schon vor drei Jahren aufhören, doch die Arbeit macht so viel Spaß“, sagt sie lachend und fügt hinzu: „Ich bekomme sehr viel zurück.“

Maria Hein war noch keine 60 Jahre alt, als sie beschloss, sich für soziale Dienste einzusetzen. „Mir selber ging es sehr gut, deshalb wollte ich auch andere Menschen beschenken“, schildert sie ihren Beweggrund. Durch Vermittlung der Schwägerin kam sie nach Leverkusen. „Ich habe es nie bereut“, erzählt Maria Hein im Rückblick und berichtet von der netten Gemeinschaft innerhalb der Gruppe.

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Einst waren es 26 Freiwillige. Übrig geblieben sind derzeit lediglich 13 Akteure. „Wir finden leider keinen Nachwuchs“, bedauert Maria Hein, die jeden Freitagvormittag für drei Stunden zur Stelle ist. Dann setzt sie sich ohne Stress zu den Patienten ans Bett, hört ihnen zu und schenkt ihnen einfach nur Zeit. Umso wichtiger erscheint ihr das, wenn Leute keinen Besuch bekommen. Als sie einmal von einer Oma hörte, dass die Enkelkinder nur so lange kamen, wie sie Geld besaß, hätte sie am liebsten mit dieser Frau geweint.

„Aber es gibt auch schöne Erlebnisse“, beschreibt die dienstälteste Ehrenamtlerin des Hauses und denkt speziell an ein Ehepaar, mit dem sie über drei Wochen stets sehr gute Gespräche führte. Als kleiner Dank genügt ihr, wenn Patienten zufrieden lächeln. Falls gewünscht, liest sie vor, geht einkaufen oder erledigt kleine Botengänge. Wäsche zu waschen gehört ebenfalls zu den Arbeiten, die von den „Grünen Damen“ mit den weißen Kitteln erledigt werden.

Für ihren Einsatz erhält Maria Hein das „Elisabeth-Kreuz“, die höchste Auszeichnung für Ehrenamtliche der Caritas. Es geht zurück auf die Heilige Elisabeth von Thüringen (1207-1231). Die ungarische Prinzessin und deutsche Landgräfin hatte ein großes Herz für Arme und Kranke und wirkte unter dem Motto: „Wir müssen die Menschen froh machen“.