1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Malteser beenden Lolli-Test in Leverkusener Schulen

Land stellt Organisation des Politprojets um : Malteser beenden Lolli-Tests in Leverkusener Schulen

Nach rund fünf Wochen intensiver Arbeit im Rahmen ihres Pilotprojekts rund um Lolli-Tests in Grund- und Förderschulen müssen die Malteser ihre dahingehenden Aktivitäten nun beenden.

Grund: Künftig würden derartige Corona-Infektions-Checks ausschließlich über das Land NRW fortgeführt, wurde der Hilfsorganisation jetzt mitgeteilt. Vorgesehen sei, dass fortan ein Logistikunternehmen im Zuge ausschließlicher Pooltests für den Transport derselben zwischen Schulen und Labor verantwortlich zeichne. Die Testphase der Malteser sei jedoch ein voller Erfolg mit zahlreichen positiven Rückmeldungen gewesen, erklärt Bezirksgeschäftsführer Tim Feister. Das Konzept des Hilfsdienstes hatte sich schwerpunktmäßig auf die Unterstützung der Schulen sowie auf die pädagogische Begleitung der Kinder konzentriert. Die Malteser bedauern, dass ihr Projekt hier nicht weiter fortgeführt wird.

Geradezu spielerisch war den jungen Schülern klassenweise von Mitarbeitern der Malteser plastisch vorgeführt worden, wie sie die Watteenden zweier Teststäbchen fachgerecht durchfeuchten sollten. In zwei gesonderten Tüten wurden jene nummerierten kostenlosen Tests eingesammelt und zunächst nur auf das Ergebnis des gesamten Speichels einer Klassengruppe untersucht. Erst in dem Fall, wenn das Gesamtergebnis positiv auf das Coronavirus ausfiel, wurden im Labor mittels PCR-Verfahrens noch alle Einzelproben der Schüler von deren zweiten Teststäbchen aus der anderen Tüte separat untersucht. Auf diese Weise war sichergestellt, dass die Anonymität der betroffenen Kinder gewährleistet blieb. Auch hatte sich die einfache Handhabung und einfühlsame Vermittlung der Vorgehensweise durch die Malteser bei den jüngeren Kids im Gegensatz zum klassischen Nasen-Rachenabstrich besonderer Beliebtheit erfreut. Wichtigster Vorteil jedoch: Der Zeitgewinn. Im Falle eines positiven Klassenergebnisses lagen die Zweit-Speichelproben der beteiligten Schüler bereits im Labor vor und konnten unverzüglich einzeln überprüft werden. „Durch diese Organisation konnten wir erreichen, im Ereignisfall ohne Zeitverlust reagieren und so effektiv die Verbreitung des Virus reduzieren zu können“, sagt Tim Feister. Sowohl Schulen als auch Eltern hätten durch diese Methode eine sehr schnelle und sichere Rückmeldung über vorliegende Infektionen gehabt.

(bu )