Malerische Idylle beim Mitsommerfest an der Schiffsbrücke

Schiffsbrücke : Malerische Idylle beim Mittsommerfest

An der Wuppermündung genossen zahlreiche Besucher einen traumhaften Sonnenuntergang samt Urlaubsstimmung.

Auf der Schiffsbrücke an der Wuppermündung wurde am Samstag die Sommersonnenwende gefeiert. Viele Besucher nutzten die Festivität, um auf ihrer Radtour eine kleine Pause einzulegen und sich zu erfrischen. Andere hingegen suchten die Veranstaltung gezielt auf, um den Sonnenuntergang an einem wahrlich schönen Ort zu genießen.

„Viele kolportieren, dass Leverkusen keine schönen Ecken hätte“, sagt Thomas Holtzmann. „Aber das stimmt nicht. Man muss sich nur hier umschauen.“ Und recht hat der Vorsitzende des Fördervereins Schiffsbrücke: Es ist Samstag, später Nachmittag. Die Abendsonne neigt sich langsam gen Horizont, ihre Strahlen funkeln im seicht wiegenden Wasser. Radfahrer radeln entlang des Rheins, Spaziergänger lassen ihre Vierbeiner am Ufer spielen und sich abkühlen. Von der Außengastronomie der Schiffsbrücke aus lässt sich dieses Szenario in besonders gemütlicher Atmosphäre genießen.

Im Hintergrund spielt die Jazzcombo „5 Alive“. Bei einem perlenden Glas Weißwein oder einem frisch gezapften Kölsch fühlt sich die wohltuende kühle Brise, die hin und wieder die Gäste erreicht, wie ein wohltuender Urlaub am Strand der Copacabana an. „Traumwetter, top Stimmung“, fasst Holtzmann zusammen. Sogar eine Gruppe Stand Up-Paddler hat auf ihrer Rheintour von der Kölner Bastei aus einen Zwischenstopp am Rheinkilometer 702,5 geplant, um den Sonnenuntergang an der Schiffsbrücke mitzuerleben.

Zum fünften Mal feiert der Förderverein der Schiffsbrücke den Mittsommer. Die echte Sommersonnenwende, wenn die Sonne im nördlichen Wendekreis den höchsten Stand erreicht und bei uns der Sommer beginnt, ist einige Tage her, doch sitzen zahlreiche Gäste in, auf und um die Schiffsbrücke, um die neue Jahreszeit zu begrüßen.

„Dafür, dass heute so viel in Leverkusen los ist, sind wir mit der Besucherresonanz mehr als zufrieden“, bemerkt der Vorsitzende. Zwischen 300 und 400 Leute, schätzt er, seien an diesem Tag da gewesen. Die wenigen Tische auf der Schiffsbrücke sind natürlich besetzt. Weitere Gäste haben es sich auf dem Festland auf Bierzeltgarnituren gemütlich gemacht. Unweit von ihnen wartet ein Stapel Paletten, der bei Einbruch der Dunkelheit angezündet wird.

Der Mittsommer ist eine von insgesamt drei Festakten im Jahr (Osterfeuer und Herbstfest), mit denen der Förderverein Einnahmen generiert, um die ältesten Verbindungsbrücke zwischen Rheindorf und Leverkusen aufrechtzuerhalten.

Auf der rundum gelungenen Veranstaltung will sich der Förderverein nicht ausruhen, das nächste Ziel wartet bereits auf Umsetzung: „Wir brauchen einen Stromanschluss. Da sind wir schon mit der Stadt im Gespräch und zuversichtlich, dass das klappt.“