Leverkusen: Luftsportclub kauft Flugplatz Kurtekotten von Bayer

Leverkusen : Luftsportclub kauft Flugplatz Kurtekotten von Bayer

Der Luftsportclub hat sich mit Bayer über den Kauf eines Geländes von 28.000 Quadratmetern des Flugplatzes Kurtekotten geeinigt. Der Pachtvertrag für die übrige Fläche will der Verein vorzeitig verlängern.

Der etwa 600 Mitglieder zählende Luftsportclub (LSC) Bayer Leverkusen wird bald neuer Großgrundbesitzer. Nach Angaben von LSC-Geschäftsführer Herbert Isbanner ist der Verein sich mit Bayers Immobilienfirma Real Estate über den Verkauf eines 28.000 Quadratmeter großen Geländes einig geworden. Dabei handelt es sich um die bebauten Flächen, auf denen die Hallen und das Clubhaus einschließlich Wirtschaft stehen.

Ausschlaggebend waren laut Isbanner Berechnungen, wonach zwischen Pacht- und Finanzierungskosten kein nennenswerter Unterschied bestehe. Der Kauf ist mit den Mitgliedern abgestimmt, sie sollen den Handel durch Spenden erleichtern. Ohnehin muss sich der Verein in Sachen Finanzen etwas einfallen lassen, seit der Bayer-Konzern seine Unterstützung zurückgefahren hat.

Zur Abmilderung der finanziellen Probleme wird die Stelle eines hauptamtlichen Mitarbeiters, der in zwei Jahren in Pension geht, nicht mehr besetzt. Zudem wurden die Charterpreis für Flugzeuge angehoben. Damit Flugzeuge auch weiterhin am Kurtekotten starten und landen können, soll der Pachtvertag für Start- und Landebahn sowie die restlichen Teile des insgesamt 166 000 Quadratmeter großen Geländes vorzeitig verlängert werden. Einigen muss man sich nur noch auf ein Datum. Zur Wahl steht eine Ausdehnung um 30 oder 99 Jahre. Ursprünglich sollte die Pacht 2028 auslaufen.

Die Piste und der gesamte angrenzende Wald stehen zwar ebenfalls zum Verkauf, das sei für den Verein jedoch nicht finanzierbar, sagt Isbanner, der sich bei der nächsten Hauptversammlung im März erneut zur Wahl stellt. Von zwei Millionen Euro Kaufpreis sei die Rede gewesen. So will es der Verein lediglich dabei belassen, den Wald, konkret den Grünstreifen entlang des Flugplatzgeländes, zusätzlich zu mieten. Nur wenn der Verein das Sagen über die Höhe der dort stehenden Bäume habe, sei der Flugbetrieb auf Dauer gewährleistet, sagte Isbanner. Sobald die Bäume zu hoch wachsen würden, müsste das Fliegen aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.

(gkf)
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