Live-Hörspiel mit Grundschülern in Leverkusen

Live-Hörspiel : Keine Angst vor dem Kinderfresser

Schüler der GGS Am Friedenspark waren beteiligt bei einem Live-Hörspiel und wiesen die Monster in die Schranken.

Ein wenig magisches Lichtpulver in die Luft geblasen, da ging auch schon die normale Hallenbeleuchtung aus, und farbige Bühnenscheinwerfer sorgten für zauberhafte, geheimnisvolle Stimmung zum Abenteuer im Monsterland. Da staunten die Kinder der GGS Am Friedenspark, was sich mit einer kleinen Geste so alles bewerkstelligen lässt. Dabei hatten sie gerade erfahren, mit welchen Tricks in Theater und Radio gearbeitet wird, um eine Geschichte möglichst realistisch wirken und vor allem Stimmung erzeugen lässt.

Denn bevor das Hörspiel „Der Kinderfresser kommt! Keine Angst vorm Monster unterm Bett“ überhaupt beginnen konnte, verteilte Moderatorin und Geräusche-Dirigentin Andrea Herrmann die Aufgaben. Und das waren nicht wenige. Knisternde Plastiktüten klingen wie Regenschauer, sofern das Mikro ganz nahe kommt, mit einer großen Plastikplatte schüttelten drei Kinder den Donner, wie eine zerquetschte PET-Flasche hört es sich an, wenn ein Monster unter dem Bett hervorkriecht und alle zusammen übten mit zischendem „sch“ einen akustischen Sturm zu entfachen.

Noch viel mehr Geräusche wurden gebraucht, auf Handzeichen an der passenden Stelle in der Geschichte und direkt vor dem Mikrophon. Sogar ein kräftiger Rülpser, und das kann wahrhaftig nicht jeder auf Kommando.

Die Schule Am Friedenspark hat diese besondere Aufführung zum Weltkindertag eingeladen und damit sämtlichen 360 Schulkindern ein wundervolles Geschenk gemacht. Möglich war das nur, weil die Sparda-Bank West das Projekt finanziert hat, betonte Schulleiterin Ilona Veverka. Das Besondere aber an dieser Aufführung war, dass man nicht einfach eine Produktion eingekauft hat, die in vier Vorstellungen gezeigt wurde, sondern dass die Kinder Teil dieses Live-Hörspiels waren. Ganz viele als Geräusche-Techniker und jeweils vier Kinder, die auch als Sprecher neben den beiden Profis Klaus Strenge und Peter Wieschermann mitwirkten.

Strenge ist Autor dieses Stücks und hat zuvor mit den Sprecher-Kindern ihre Parts geübt. Alles zusammen funktionierte am Ende jedenfalls hervorragend und hat allen Beteiligten einen Riesenspaß gemacht. Nebenbei war die Aufmerksamkeit so viel höher als bei einer normalen Vorstellung, schließlich durfte niemand seinen Einsatz verpassen.

Auch die Geschichte war mit Gedacht gewählt, denn es ist ein Mutmach-Hörspiel, dass Kindern dabei helfen will, ihre Ängste zu überwinden. Die Angst in der Dunkelheit der Nacht vor allem, wenn die kindliche Fantasie ganz normale Gegenstände im Zimmer in gefährlicher Monster verwandelt. Böse Gestalten mit Kartoffelgesicht und Riesenmaul, so wie der Kinderfresser, der im Hörspiel unter dem Bett lauert und mit Knistern und Karren hervorkriecht.

Natürlich ging dieses Abenteuer, das kurzfristig in eine magische Monsterwelt entführt, am Ende gut aus, so dass alle zusammen viel Spaß beim Schluss-Lied hatten.

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