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Leverkusen: Lise-Meitner: Projekt zu Ganztagsschule

Leverkusen : Lise-Meitner: Projekt zu Ganztagsschule

Das Lise-Meitner-Gymnasium ist eines der 30 Gymnasien in NRW, die seit Schuljahrsbeginn am Modellprojekt "Ganz In – mit Ganztag mehr Zukunft", einer Kooperation von Gymnasien und Universitäten, teilnehmen. Schulleiterin Ulrike Schorn-Kussi berichtet, was das Projekt ausmacht.

Warum macht das Lise-Meitner-Gymnasium beim Modellprojekt mit?

Schorn-Kussi Wir sind nun mehr als ein Jahr Ganztagsschule. Die Umstellung von Halb- auf Ganztag ist nicht so einfach. Daher kam uns das Projekt sehr gelegen.

Was ändert sich denn für die Schüler?

Schorn-Kussi Durch die Kooperation mit Universitäten erhält die Schule regelmäßig von dort Besuch. Daher müssen sich die Schüler darauf einstellen, an Befragungen zum Unterricht teilzunehmen, um festzustellen, wie sich der Ganztag auf das Lernverhalten auswirkt.

Und für Lehrer?

Schorn-Kussi Lehrerfortbildungen im großen Umfang sind angedacht. Aufgabe der universitären Mitarbeiter ist es, die Lehrer im Unterricht zu trainieren. Es werden beispielsweise Videoaufzeichnungen gemacht, anhand derer neue Methoden besprochen werden. Ich denke, dass die Zusammenarbeit für beide Seiten gewinnbringend ist. Wichtig ist aber, dass die Fortbildung für die Lehrer ein freiwilliges Angebot ist.

Warum ist die Förderung des Ganztags so wichtig?

Schorn-Kussi Oft wird nicht frühzeitig erkannt, warum ein Schüler Probleme – wie etwa bei Textaufgaben in Mathematik – hat. An einer Ganztagsschule verbringt der Schüler mehr Zeit und kann daher individueller gefördert werden, beispielsweise durch Hausaufgabenbetreuung. Unser Anspruch ist es, frühzeitig durch Fördermaßnahmen zu reagieren, so dass die Schüler besser ihre Potentiale entfalten.

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Sind die Schwerpunkte von "Ganz In" nur naturwissenschaftlicher Art?

Schorn-Kussi Nein, zwar sollen die Naturwissenschaften gestärkt werden, da gerade dort Bedarf ist – auch auf dem Arbeitsmarkt wird ingenieurwissenschaftlicher Nachwuchs gesucht –, doch die Förderung gilt für die Kernfächer Englisch, Deutsch und Mathe.

Ina Lauer führte das Gespräch mit Ulrike Schorn-Kussi.

Mehr Information zum Projekt gibt es im Internet auf der Seite der Projektförderung: www.stiftung-mercator.de.

(RP)