Leverkusen: Lichterkette gegen Hundetötung

Leverkusen : Lichterkette gegen Hundetötung

Mit einer Lichterkette gedachte der Tierschutz Leverkusen der getöteten Straßenhunde in der Ukraine. Rund 40 Hundehalter waren zum Tierheim an die Reuschenberger Straße gekommen, und bildeten eine Lichterkette. Es sei schon unmenschlich, wenn in der Ukraine vor der dort stattfindenden Fußball-Europameisterschaft Straßenhunde getötet würden, sagt Gerd Kortschlag, Vorsitzender des Tierschutzes Leverkusen. Damit wolle die Ukraine nur erreichen, dass die Straßen für die Touristen zu dem sportlichen Großereignis blitzsauber seien.

Viele Tierschutzorganisationen würden europaweit gegen diese Aktionen im Land der Europameisterschafts-Gastgebers protestieren, erklärt der Tierschutz-Vorsitzende. Wenig Verständnis bringt Gerd Kortschlag für das Verhalten der UEFA auf. Der Verband hatte 8600 Euro gespendet, damit streunende Hunde sterilisiert werden. Was sei das denn für eine Summe, so der Vorsitzende. "Schließlich nimmt die UEFA jedes Jahr mehrere Millionen Euro ein." Kortschlag beklagt auch, dass in Deutschland das Herz für Tiere nicht so ausgeprägt sei. Das sehe man besonders am Verhalten der Hundehalter vor Feiertagen. Kurz vor Weihnachten sei ein zwölf Wochen alter Welpe im Tierheim an der Reuschenberger Straße abgegeben worden, sagt Heike Rehringhaus, stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzes.

"Das kann man nun wirklich nicht verstehen." Vermutlich habe das Tier nicht in das Konzept des Halters gepasst. Zurzeit sind im Tierheim 24 Hunde und 62 Katzen untergebracht. Hinzu kommen noch 40 Kleintiere. Dazu gehören unter anderem Meerschweinchen, Hamster, Ratten und Kaninchen. Manche Tiere würde mehr als zehn Jahre im Tierheim verbringen, sagt Kortschlag. Für manche sei das Heim die Endstation.

Wer einen Vierbeiner aus dem Tierheim haben will, kann sich ab Montag, 9. Januar, unterTel. 02171/299401 dort melden.

(RP)
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