1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Leverkusens Historisches Zentrum wird geplant

Historisches Zentrum in Leverkusen : Und ewig mahnt das Schloss

Eine Kommission, die einen grundlegenden Plan für die Errichtung eines Historischen Zentrums erstellen soll, ist in Gründung. Doch der Weg ist weit. Ein schlechtes Beispiel gibt es bereits.

Selten war die Leverkusener Politik so dicht beieinander wie bei dem geplanten Historischen Zentrum in Opladen. Tatsächlich ist das alte Gebäudeensemble auf dem Frankenberg prädestiniert für ein solches Projekt eines Museums- und Lernorts, der baulich auf vier starken Säulen ruht. Und tatsächlich würde es auch nach außen strahlen und der Chemiestadt helfen, ihr falsches Image einer geschichts- und gesichtslosen Stadt abzustreifen. 

Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, und der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Und in diesem Fall auch im Portemonnaie. So hat der Opladener Geschichtsverein (OGV) bereits Ideenskizzen, Zeitpläne und eine Liste bei der Stadt eingereicht, was er sich im Zusammenhang mit dem Historischen Zentrum vorstellen kann und wünschen würde. Darunter befindet sich etwa auch eine A 13-Stelle eines Koordinators für das Haus der Stadtgeschichte.

Zurecht verweist der OGV auf „Förderkulissen des Landes“, denn allen dürfte klar sein, dass die Kosten für das Projekt nicht eben niedrig sein werden und aus laufenden Haushaltsmitteln nicht bezahlbar sind. Das sieht jeder schnell, wenn er sich beispielsweise das marode Landratsamt (Stadtarchiv) anschaut. 

  • Das altte Herrenhaus des Friedenberger Hofs
    Rittergut Friedenberger Hof wird saniert : Planung für Leverkusens Historisches Zentrum startet
  • Javier Landa Blanco (l.) erklärt der
    Kunstaktion beim MAP-Festival in Rheinberg : Historisches beim Artlon
  • „Stoffel’s Hüske“ steht auf dem Gelände
    „Stoffel’s Hüske“ im Kamps Pitter : Heimatmuseum baut historisches Plumpsklo nach

Nun soll erst mal eine Kommission die Arbeit aufnehmen, um Grundlagen zu schaffen. Mit solchen Kommissionen hat die Stadt Erfahrung. Bei der Planung des Schlossparks hat eine vielköpfige Kommission alles zerredet, bis nichts mehr übrig war. Deshalb weist der OGV-Vorsitzende Michael Gutbier auf eine personelle Grenze von höchstens zehn Vertretern hin, damit der Kreis arbeitsfähig ist.

Letztendlich müssen aber Verwaltung und Stadtrat selbst die treibenden Kräfte bleiben, damit der Stadt nicht ein weiteres Fiasko droht, wie es beim Schloss bereits geschehen ist.