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Leverkusenerin Mechthild Otto vor dem gentschen Felde geht in den Ruhestand.

Mechthild Otto vor dem gentschen Felde : Unicef in Leverkusen: Die Unermüdliche geht in den Ruhestand

Mechthild Otto vor dem gentschen Felde verabschiedet sich nach jahrelangem Engagement vom Ehrenamt in der Stadt.

Seit fast 20 Jahren war sie ehrenamtlich tätig, erst acht Jahre als Vorsitzende des Kinderschutzbund-Ortsverbandes, zuletzt sieben Jahre bei der Unicef-Arbeitsgruppe Leverkusen. „Jetzt ist es Zeit, in den Ruhestand zu gehen“, sagte Mechthild Otto vor dem gentschen Felde am Mittwoch bei ihrer feierlichen Verabschiedung im Alten Bürgermeisteramt in Schlebusch. In einer Ansprache würdigte Bürgermeister Bernhard Marewski: „Ohne Menschen wie sie würde in unserer Stadt eine wichtige Stimme fehlen“, betonte er: „Damit haben sie Zeichen gesetzt, und es ist zu hoffen, dass andere Ihrem positiven Beispiel folgen und sich aktiv für humanitäre Ziele einsetzen.“

Als Vorsitzende vertrat die 65-Jährige die Organisation nach außen und übernahm Verantwortung für Vereinsabläufe und Finanzen nach innen. In ihre Amtszeit fielen unzählige Benefizaktionen und -Konzerte, Spendenübergaben und Informationsveranstaltungen, die von der Leverkusener Arbeitsgruppe zugunsten von Kindern umgesetzt wurden. Gentschen Felde: „Ich hoffe, dass es uns in Leverkusen gelungen ist, Unicef noch präsenter werden zu lassen, so dass Menschen um die gute und dringend notwendige Arbeit dieser Organisation wissen.“

Im Zuge der Flüchtlingswelle hatte gentschen Felde schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass Kriege immer mehr auf dem Rücken der Zivilbevölkerung und speziell von Kindern ausgetragen würden. Zugleich hatte sie angemahnt, langjährige Projekte, für die sich Unicef einsetzt, über die aktuelle Notlage nicht aus den Augen zu verlieren. Unter dem Motto „Gemeinsam für Kinder“ zählten beispielsweise der Schulbau in Nepal und die Wasserversorgung in Kambodscha dazu.

Für die Bergisch Neukirchenerin beginnt nun eine neue Lebensphase, denn Mechthild Otto vor dem gentschen Felde möchte sich künftig stärker ihre Familie und besonders ihren sechs Enkeln widmen. Damit bleibe sie ihrem Hauptanliegen treu, so Marewski, das alles Verbindende sei „die Sorge und Fürsorge für die jüngsten und hilfsbedürftigen unserer Gesellschaft, das Wohl von Kindern in der Familie und in aller Welt“. Außerdem plant sie in Zukunft, mit ihrem Ehemann öfter zu verreisen und sich der Musik zu widmen  – als Cellistin und Vorsitzende in einem Wermelskirchener Orchester. „Ganz vorbei ist es also noch nicht mit den Ehrenämtern“, beschrieb sie lachend.

Unterdessen ändert sich auch vieles in der Ortsgruppe Leverkusen, in der neben neun Aktiven bislang weitere 40 Ehrenamtliche tätig sind, um den Verkauf von Grußkarten mitzutragen. „Die Unicef-Grußkarte ist immer ein guter Botschafter“, sagte gentschen Felde. Was jedoch nichts an der Tatsache ändert, dass der Verkauf deutlich rückläufig ist. „Das ist der Zeit geschuldet“, beschrieb die Neu-Ruheständlerin. Als Folge dessen will sich Unicef verstärkt um online-Aktivitäten bemühen. Dazu kommt, dass das Büro in der Reuterstraße geschlossen wird und die Arbeitsbereiche mit Bergisch Gladbach zusammengelegt, andere Strukturen in die Bundesgeschäftsstelle nach Köln verlegt werden. Somit wird für Leverkusen auch keine neue Vorsitzende gesucht.