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Leverkusenerin fertigt Karten für Senioren

Selbstgemacht : Mutmachende Karten für Senioren

Sylvia Kolvenbach hat 90 Grußkarten für das Seniorenzentrum in Bürrig gestaltet. In Zeiten von Corona will sie die alten Menschen aufheitern und ihnen Mut machen. Auch vier Freundinnen halfen mit.

Über viele Wochen herrschte in Altenheimen striktes Besuchsverbot, die Bewohner waren von ihren Angehörigen isoliert. Die Senioren – sie leiden unter der Corona-Pandemie wohl am meisten. Als Sylvia Kolvenbach so über das Leid der Älteren nachdachte, kam ihr die Idee, wie sie es zumindest etwas lindern könnte. „Ich wollte ihnen eine Freude machen“, erklärt die 51-Jährige. Sie entschloss sich, für die Bewohner des Seniorenzentrums in Bürrig, ihrem Heimatort, Grußkarten zu gestalten. Auch vier Freundinnen –  Elke Kaschulla, Silke Bömer, Sabine Brandes und Helga Wilms –  bastelten sogleich eifrig mit.

Vor wenigen Tagen übergab Kolvenbach rund 90 selbst und individuell gestalteten Grußkarten an das Seniorenheim. Die Bastelarbeiten seien genau genommen auch eine gute Beschäftigung während der Corona-Zuhause-Zeit gewesen, sagt sie. Das Gestalten von Grußkarten ist seit langem ein liebgewonnenes Hobby von Kolvenbach. Sie benutzt dazu Motivstempel sowie ausgeschnittene Bildchen und Formen. „Vor zig Jahren habe ich mit dem Stempeln angefangen“, sagt sie.

Kolvenbach besitzt viele verschiedene Motivstempel, neuerdings auch einen Plotter, ein Schneidegerät, mit dem sie gedruckte Motive detailgenau ausschneiden kann. Regelmäßig geht sie zu einem Stempeltreff, bei dem zusammen Karten oder Geschenkanhänger gebastelt werden. Ihr Auge und ihr Geschick für Verzierungen und Gestaltung hat sie nun dafür eingesetzt, um ältere Mitmenschen aufzumuntern. Innerhalb der Grußkarten sind mutmachende Gedichte an sie gerichtet – wie dieses: „Hab‘ Sonne im Herzen, ob’s stürmt oder schneit. Ob der Himmel voll Wolken, die Erd voller Streit... Hab‘ ein Lied auf den Lippen, verlier nie den Mut, hab‘ Sonne im Herzen, und alles wird gut.“