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Leverkusener Tierheim: Lage angespannt

Sommerfest : Die Lage im Tierheim bleibt angespannt

Tierschutzzentrum feierte Sommerfest. Leiterin: „Es sind immer noch viele Hunde da.“ Auch Kleintiere wie Kaninchen wurden ausgesetzt.

Das Tierschutzzentrum an der Reuschenberger Straße öffnete seine Türen zu einem geselligen Sommerfest. Besucher erhielten Gelegenheit, sich vor Ort umzuschauen und sich über die derzeit vielen Heimtiere zu informieren.

Die Situation im Tierheim ist nach wie vor angespannt, zumindest was die Kapazitäten angeht. „Es sind immer noch viele Hunde da“, äußerte Gerd Kortschlag, Vorsitzender des Tierschutzvereins, am Rande des Sommerfestes. Während einige Besucher am Kuchenstand mit den Helfern ins Gespräch kamen oder an einem der zahlreichen Stände gegen kleinere Spenden Selbstgenähtes und -gestricktes oder gut erhaltene Tieraccessoires kauften oder sich bei anderen Vereinen vor Ort informieren, ließ Kortschlag die vergangenen Tage Revue passieren: Das Tierheim hatte Hunde von einem Transporter aus Spanien aufnehmen müssen. „Als sie von den zuständigen Tierärzten untersucht waren, mussten wir sie aber wieder der Organisation, die den Transport veranlasst hatte, zurückgeben.“ Die Tiere seien wohlauf gewesen, aber natürlich sei dem Tierschützer ein solcher Transport ein Dorn im Auge. Schließlich warten in den Tierheimen genügend Vierbeiner auf ein neues Zuhause. Besonders in diesem Sommer seien wieder auffallend mehr Tiere ausgesetzt worden, nicht nur Hunde, sondern auch Kleintiere wie Kaninchen, berichtete Kortschlag, „und die hoppeln ja nicht einfach so weg.“

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Das Sommerfest im Tierheim bot  Familien mit dem Wunsch nach einem Haustier, Gelegenheit, sich vor Ort umzuschauen. „Einige Interessenten waren auch schon hier, und zwei haben angefragt, aber heute werden wir nicht vermitteln“, betonte Kortschlag. Stattdessen wurden weitere Termine vereinbart.

Doch im Vergleich zu den Sommerfesten in den Jahren zuvor waren deutlich weniger Besucher da. „Vielleicht ändert sich das noch im Laufe des Tages“, äußerte der Vorsitzende hoffnungsvoll. Gelungen sei in diesem Jahr die neue Aufteilung des Festes. „Wir haben diesmal alle Stände der befreundeten Vereine und Organisationen auf dem Hof platziert, so verläuft es sich nicht, und es ist gemütlicher“, befand Kortschlag.

Derzeit wird die Arbeit des Pflegeteams von 930 Vereinsmitglieder unterstützt. Kortschlag: „Im vergangenen Jahr konnten wir 200 neue Mitglieder gewinnen. Mein Wunsch ist es ja immer noch, bald auf 1000 anzuwachsen.“ Auch wenn die Unterstützung der Stadt groß sei,  bleibe der Verein auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen.