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Leverkusener Malteser eröffnen Fluthilfe-Büro

Anlaufstelle in Opladen : Leverkusener Malteser eröffnen Fluthilfe-Büro

In Opladen gibt es nun Beratung zu Finanzhilfen und psychologische Unterstützung für Menschen, die ihre Existenz, aber auch wertvolle Erinnerungsstücke verloren haben.

Sie wollen Hilfe leisten für die Menschen, die bei der verheerenden Juli-Flut ihre Existenz – die Wohnung oder ein Haus – verloren haben. Abar auch liebgewonnene Erinnerungsstücke wie Fotos, eine Puppe oder Schmuck. Die Malteser haben deshalb ein Fluthilfe-Beratungsbüro in Opladen eröffnet – an der Gerichtsstraße 8 in den Räumen des Job-Services Leverkusen.

Sie würden so lange bleiben, „wie unsere Hilfe benötigt wird“, sagt Bettina Heuschkel, Ehrenamtsreferentin vom Malteser Hilfsdienst. In diesem unbefristeten Zeitraum sind die Helfer für Privatpersonen und gemeinnützige Organisationen aus Leverkusen, Leichlingen und Betroffene aus der Umgebung da, betont sie.

Es gebe Hilfe bei Anträgen von Sofort- und Starthilfen in voller Höhe, weil bisher nicht alle Betroffene das gemacht hätten. Häufig passiere das, weil „viele Haushalte zunächst ihr Hab und Gut gesichert haben, bei Verwandten untergekommen sind und sich auf die Rückkehr in den Alltag konzentriert haben“, erklärt Heuschkel. Noch in diesem Jahr könnten sie die Anträge aber nachholen. Die Malteser helfen beim Ausfüllen im neuen Beratungsbüro.

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Außerdem greifen sie Betroffenen bei der Neubeschaffung von Hausrat oder beim Wiederaufbau unter die Arme. Dafür gebe es finanzielle Unterstützung – unter anderem aus der Aktion „Deutschland hilft“, die ermöglicht, das Zuhause wieder aufzubauen, wenn es bei der Flut im Sommer zerstört worden ist.

Und: Die Malteser vermitteln psychosoziale Unterstützung für die Menschen, die durch das Hochwasser im Juli einen emotionalen Verlust erlebt haben und darunter leiden, erklärt die Ehrenamtsreferentin. Sie betont: „Besonders schmerzt der Verlust von Dokumenten, Fotos und anderen Erinnerungsstücken – denn all dies ist nicht zu ersetzen.“

Bisher hatten die Malteser von Köln aus Unterstützung für Flut-Opfer organisiert. Vier Monate nach dem Ereignis sagen sie: „Da uns die Notwendigkeit der Nähe zu den Betroffenen bewusst ist, war es uns sehr wichtig, persönlich als Ansprechpartner vor Ort zu sein“. Das sei aufgrund der Corona-Pandemie allerdings nicht ohne Weiteres möglich, berichtet Heuschkel.

Menschen, die Beratung wünschten, sollten einen Termin  mit den Mitarbeitern des Malteser-Hilfsdienst telefonisch unter 0175/9620695 oder per Mail unter Fluthilfe.Leverkusen@malteser.org vereinbaren.