1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Leverkusener macht Freiwilligendienst bei den Maltesern

Leverkusener (18) bei den Maltesern : Freiwillig helfen stärkt das Selbstvertrauen

Der Quettinger Jason Schunk (18) ist bei den Maltesern im Rettungsdienst und Hausrotruf eingesetzt. Dabei reizt ihn vor allem das Unvorhersehbare.

 Früher war er nach eigener Aussage eher der schüchterne Typ. Durch seinen Freiwilligendienst bei den Maltesern habe sich dies jedoch stark verändert. Die Rede ist von Jason Schunk. Der 18-jährige Quettinger absolviert derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst (BFD) in den Bereichen Rettungsdienst und Hausnotruf bei der Leverkusener Hilfsorganisation.

Beim Hausnotruf handelt es sich sozusagen um Hilfe auf Knopfdruck. Menschen, die in den eigenen vier Wänden unglücklich stürzen oder akute gesundheitliche Probleme haben, können mit  Knopfdruck an einem speziellen Armband oder einer Kette zügig Hilfe herbeiholen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr in diesem Bereich zu machen, kann Jason Schunk jedem empfehlen. Neben den umfangreichen Erfahrungen, die man für sein Leben gewinnen könne, gebe einem die Tätigkeit auch jede Menge Sicherheit, wenn es darum gehe, in unvorbereitete Situationen zu geraten.

Obwohl Schunks Herz auch für den Rettungsdienst schlägt, war im Zuge seines Freiwilligendienstes sogleich klar, dass die Zeit zwischen unterschiedlichen Diensten aufgeteilt würde. So verbringt er einen gewissen Stundenanteil im Rettungsdienst mit jeder Menge Infektions- und Intensivtransporten, einen weiteren im Hausnotruf. Gerade dieser Bereich gibt ihm etwas ganz Besonderes: „Es kommt so häufig vor, dass man die Freude in den Gesichtern der älteren Menschen sieht, wenn diese ihr Gerät angeschlossen bekommen oder man ihnen anderweitig geholfen hat“, sagt er. Das Spannendste sei, dass man nie vorher wisse, was auf einen zukomme. „Während es häufig darum geht, sich um gestürzte Menschen zu kümmern, kann es aber durchaus vorkommen, dass man vor Ort auf bedrohliche medizinische Herausforderungen trifft und unverzüglich geeignete Hilfsmaßnahmen einleiten muss“,  berichtet  Jason.

  • Mögliche Arbeitsgebiete bei den bergischen Johannitern
    Hilden/Haan : Johanniter suchen Bewerber für Freiwilligendienst
  • Daniel Bönnen (l.) und Sascha Klein
    Jüchener Malteser im Corona-Einsatz : Malteser freuen sich auf den ersten Sanitätsdienst seit Karneval 2020
  • Im  Synlab-Labor in Schlebusch werden wie
    Auswertung läuft bei Synlab in Schlebusch : Lollitest startet an 27 Leverkusener Schulen

Neben Einsätzen und Hintergrund-Diensten, gebe es aber auch Neuanschlüsse sowie Büroarbeit zu erledigen. Denn Dokumentationen seien ebenso erforderlich. „Abwechslung ist somit garantiert“, sagt er. Schunk sieht  noch einen weiteren Vorteil im Freiwilligen Sozialen Jahr.  „So ein Bundesfreiwillegendienst oder Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) macht sich immer gut im Lebenslauf, und Spaß bereitet es darüber hinaus.“

Bis der 18-Jährige mit der Ausbildung zu seinem Wunschberuf,  dem Notfallsanitäter, beginnen kann, überbrückt der Leverkusener die Zeit nützlich, und trägt auch zum Gemeinwohl bei. Er ist krankenversichert und verdient sich ein monatliches Taschengeld hinzu, berichten die Malteser.

Seit 2011 ersetzt der Bundesfreiwilligendienst den Zivildienst. Er dauert in der Regel ein Jahr und kann auf 18 Monate erhöht werden. Ab 18 Jahren können sich Frauen und Männer hier engagieren, eine Altersgrenze nach oben existiert nicht. Das Freiwillige Soziale Jahr  hingegen steht jungen Männern und Frauen von 18 bis 26 Jahren offen. In dieser Zeit kann man sich nicht nur sozial engagieren, beide Dienstformate, BFD und FSJ, sind als Bildungsjahr konzipiert und können als Wartesemester angerechnet werden. Für alle Bewerber, die schon älter sind, existiert ein BFD ü27 (Bundesfreiwilligendienst über 27 Jahre).

Weitere Infos rund ums FSJ im Bereich Hausnotruf der Leverkusener Malteser gibt es unter: Huelya.Bicer@malteser.org  oder Tel. 0214/8685127 Allgemeines findet sich unter: www.malteser-freiwilligendienste.de

(bu)