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Leverkusener Konzertreihe „Majestic Elephant“ stellt Nachwuchsbands vor

Neue Konzertreihe in Leverkusen-Rheindorf : „Majestic Elephant“ stellt Nachwuchsbands vor

In Leverkusen fehle ein Ort, der jungen Musikern Platz zum Spielen gibt, sagt Varol Kiyar. Deshalb hat er sich mit dem Jugendhaus in Rheindorf ein Konzertprojekt überlegt, mit dem sie Neulinge der Musikbranche und ein junges Publikum zusammenbringen.

„Majestic Elephant“, das klingt wie ein Zirkus, ist es aber nicht. Es ist der Name einer Konzertreihe mit 20 Nachwuchskünstlern, die direkt vor Publikum und im Livestream auftreten. Eine bunte Mischung aus musikalischen Neulingen präsentiert sich vom 8. Oktober bis zum 3. Dezember im Zwei-Wochen-Takt auf der Bühne des Jugendhauses in Rheindorf.

Geplant hatte das Konzertbüro, das aus Projektleiter Varol Kiyar und dem Team des Jugendhauses besteht, die Abende bereits im vergangenen Jahr. Da das „Rocahood Festival“ nicht mehr im Jugendhaus stattfindet, wollen die Musik-Begeisterten nun in Leverkusen eine feste Veranstaltungsreihe etablieren, die „den Nachwuchskünstlern einen Raum gibt, in dem sie sich wohlfühlen“, sagt Kiyar. Passend dazu die Einrichtung des Konzertsaals mit Teppichen – für eine entspannte Wohnzimmer-Atmosphäre.

Via Soziale Medien wie Instagram, Musikkanälen wie Spotify und Festivals wählte das Veranstaltungsteam ein breites Spektrum an Künstlern, die die Gefühlswelt der jungen Generation widerspiegelt, aus. Besucher dürfen sich auf einen modernen Musikmix freuen – von Folk-Rock über Indie-Pop bis hin zu Punk, teils mit jazzigen, experimentellen und elektronischen Klängen.

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„Es wird Musikabende geben, zu denen 50 Menschen eingeladen sind und Live-Streams für maximal 25 Personen vor Ort“, berichtet Kiyar. Besonderheit in diesem Jahr ist das „Kleine Festival“, das am 20. November stattfindet und bei dem rund 150 Besucher den Raum füllen können.

Zuschauer begeben sich am 8. Oktober mit den Musikgruppen Jule Blumt, Florence Besch und Grebe auf eine popmäßige, gefühlsvolle und sentimentale Reise, schildert Kiyar die kommende Veranstaltung. Auf die für den Pop-NRW-Preis nominierte Band „Bloodflowers“, die Kiyar an Land gezogen hat, ist er persönlich sehr gespannt.

Diversität und Gendergerechtigkeit – zwei Aspekte, die bei den „Majestic Elephants“ großgeschrieben sind.

So untermalt die Farbgebung auf der Bühne nicht nur den Klang der Musik – Rot für warme Töne, Blau für Kalte – sondern auch die Farbtrends der jungen Generation. Auch bei der Programmplanung kam das Thema nicht zu kurz. Um eine von Männern oder Frauen dominierte Veranstaltung zu verhindern, hat das Jugendhaus-Team auf Gleichstellung bei der Wahl der Musiker geachtet.

Im Juni diesen Jahres fand das erste Konzert in Präsenz statt. 30 Menschen versammelten sich, unter Corona-Auflagen, um die Lieder der alternativen Pop-Bands „Tropica“ und „Frogcodile“ zu feiern.

Rund  fünf Euro kostet der Eintritt zu den Veranstaltungen, die die Kulturstadt Leverkusen fördert. Die Tickets sind im Internet vorab zu kaufen. Abgesehen von dem Kartenkauf ist die 3G-Regel beim Einlass zu beachten; das heißt Impf-, Test- oder Genesungsnachweis nicht vergessen. Auf Instagram gibt es weitere Informationen über die Veranstaltungen und ihre Künstler. Eingeladen sind Menschen im Alter von 16 bis 35 Jahren, aber auch Ältere sind willkommen.

 Die Begriffe „Majestic“ und „Elephant“ kommen nicht von ungefähr. Sie symbolisieren Mut, Weisheit und Würde. „Die Veranstaltung soll mit der Wortwahl Toleranz und den gegenseitigen Respekt ausdrücken“, betont der Veranstalter, „,Majestic Elephant’ soll mit ausgewählter Musik und Ambiente die Gemeinschaft und Ideale von Mensch zu Mensch fördern.“