Leverkusener Firma Heinrich Schmidt  ist top in der Ausbildung

Auszeichnung für Leverkusener Firma : Firma Heinrich Schmidt  ist top in der Ausbildung

Was einstmal 1914 im schwäbischen Metzingen mit einer Hand voll Mitarbeitern als Malerbetrieb seinen Anfang nahm, hat mittlerweile ziemlich große Ausmaße angenommen. Die Erfolgsgeschichte der Firma Heinrich Schmidt hat sie vor einigen Jahren auch nach Leverkusen geführt.

Jetzt erhielt der hiesige Standort eine besondere Ehrung.

Lächelnd nahm Standortleiter Elmar Brechtmann die Urkunde entgegen. Das Zertifikat der Agentur für Arbeit bescheinigt dem Betrieb eine außerordentliche Leistung im Bereich der Ausbildung. „Wir empfinden das als große Ehre“, sagte Brechtmann. Der gleich betonte, die Ehrung nur stellvertretend für seine Mitarbeiter entgegenzunehmen. Immerhin steht der 51-Jährige 60 Angestellten vor.

Und was macht das Unternehmen aus dem Schwabenland so besonders? Zum einen arbeiten in dem Betrieb Menschen vieler Nationalitäten. Die Firma hilft zudem Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben, bei allerlei alltäglichen Dingen wie Behördengängen. Zum anderen ist es den Mitarbeitern jederzeit möglich, sich mit Hilfe interner Schulungen weiterzubilden und verantwortungsvollere Positionen zu übernehmen. So sorgt das Unternehmen stetig für Nachwuchs in den Führungsetagen aus den eigenen Reihen. „Viele Firmen haben dabei Probleme“, bekräftigte Brechtmann. Er hatte einst selbst eine Ausbildung zum Maler und Lackierer absolviert, ehe er sich mit Ehrgeiz und Fleiß für andere Beschäftigungen empfahl.

Marcus Weichert, Vorsitzender der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach, betonte, in Deutschland würden schnell Probleme in den Vordergrund gestellt, das Gute hingegen werde übersehen. Mit der erfolgreichen Ausbildung lege das Unternehmen „den Grundstein für die Arbeitgeber  von Morgen“.

In Zukunft, führte Standortleiter Brechtmann aus, wolle er eng mit dem Probierwerk zusammenarbeiten. So soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt und fürs Handwerk geworben werden. Das habe, wie das Sprichwort sagt, goldenen Boden. Bald, prophezeite Marcus Otto von der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, gebe es immer weniger Firmen, weil das Risiko wohl zu groß sei. Die Menschen wollten lieber in die zweite Reihe – mit Verantwortung, aber doch ohne ganz große.

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