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Leverkusener erkunden ihre Stadtgeschichte

Historie : Leverkusener erkunden ihre Stadtgeschichte

Das Geschichtsfest kann wegen der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt stattfinden, trotzdem stellen die Organisatoren ein breites Programm auf die Beine.

Die Geschichte lebt in Leverkusen und das am offensichtlichsten am Tag des offenen Denkmals. Dieses Jahr hielt die Villa Römer unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu Denken.“ erneut Stücke der Leverkusener Geschichte bereit.

Für Interessierte stellte der Opladener Geschichtsverein in Zusammenarbeit mit der Stadtgeschichtlichen Vereinigung und der Volkshochschule Leverkusen ein geschichtliches Tagesprogramm zusammen. Der 13. September begann daher um 9 Uhr mit der Eröffnung des 17. Geschichtsfest durch Oberbürgermeister Uwe Richrath. Um 10 und 15 Uhr fanden Stadtrundgänge durch Opladen statt, dieses Jahr mit dem Fokus auf den ehemaligen Opladener Rathäusern.

Um 11 und 16 Uhr stellte Peter Odenthal, von der Stadtgeschichtlichen Vereinigung, die aktuelle Ausstellung der Villa Römer vor. Sie läuft unter dem Titel „Ziegel und Fachwerk. Altes Bauhandwerk neu entdecken“. In ihr wird die Herstellung von Ziegeln, sowie die Geschichte der Ziegeleien in Leverkusen vorgestellt. Auch werden die verschiedenen Bauweisen und -strukturen von Fachwerkhäusern erklärt. Für beide Bereiche gibt es Miniatur Modelle zum Anschauen von Günther Blömer.

Um 13.30 Uhr hielt Michael D. Gutbier vom Opladener Geschichtsverein eine Führung mit Vortrag zum ausgewählten Motto des Festes. Abgeschlossen wurde der Tag um 19 Uhr mit einem Konzert von „Super Jazz“. „Das Konzert war immer das Highlight der letzten Jahre,“ berichtet Maria Lorenz, die stellvertretende Vorsitzende des Opladener Geschichtsverein. Durch Corona mussten die Veranstalter dieses Jahr jedoch einiges ändern. „Die Stiftung Deutscher Denkmalschutz hatte dazu aufgerufen, Führungen, Ausstellungen und ähnliches online anzubieten,“ erklärt Lorenz. „Aber wir haben auf das gute Wetter spekuliert.“

Tatsächlich konnte dieses Jahr jedoch kein Essen vor Ort angeboten werden und alle Führungen waren auf 20 Personen begrenzt. Auch die sonst gut besuchten Busrundfahrten konnten nicht stattfinden. „Wir haben dafür Aufnahmen der Busfahrten aus den letzten Jahren gezeigt,“ erzählt Lorenz. „Es wurden immer sechs Objekte besichtigt – drei im Norden von Opladen und drei im Süden.“ Aber Lorenz und ihr Team haben sich noch mehr überlegt. „Leverkusen hat viele Partnerstädte,“ erklärt Lorenz. „Wir haben sie Kontaktiert und sie haben uns jeweils Bilder und Informationen zu Gebäuden aus ihren Städten, mit einem interessanten geschichtlichen Hintergrund, geschickt.“ Die Informationen wurden vom Opladener Geschichtsverein übersetzt und auf Stehlen vor der Villa Römer aufgestellt. Besucher konnten so Teile der Städte Schwedt in Brandenburg, Ratibor/Racibórz aus Polen, Oulu aus Finnland, Villeneuve d’Ascq aus Frankreich und Ljubljana aus Slowenien erkunden.