Ausstellung Erster Weltkrieg : Zum Ausklang Tagung und Musik 

Ausstellung zum Ersten Weltkrieg in der Villa Römer endet am 10. Februar.

Fünf Wochen lang läuft in der Villa Römer noch die Ausstellung zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918, mit der der Opladener Geschichtsverein den Blick darauf lenkt, wie es die Menschen in Leverkusen, Jülich und in fünf europäischen Partnerstädten erlebt haben.

Am Tag der Finissage, Sonntag, 10. Februar, wird die Öffnungszeit um zwei Stunden verlängert und mit drei Veranstaltungen abgerundet. An diesem Tag finden um 11 und um 14 Uhr die letzten Führungen statt, und um 16 Uhr wird die 600 Seiten umfassende Publikation „Kriegsenden in europäischen Heimaten“ vorgestellt. Das Buch erscheint als Band 18 in der OGV-Schriftenreihe „Montanus“ und ist zum Preis von 24,80 Euro sowohl im Haus der Stadtgeschichte als auch im Buchhandel zu haben.

Die Veröffentlichung dokumentiert das europäische Ausstellungs- und Forschungsprojekt „Euphorie und Neuanfang“. Es geht der Frage nach, wie sich die Menschen in Leverkusen, Jülich, Bracknell, Ljubljana, Ratiborz, Schwedt und Villeneuve d’Ascq, die 1914 noch auf verschiedenen Seiten der Front standen, neu organisieren mussten.

Die Euphorie bei Kriegsbeginn war der Ungewissheit vor der Zukunft gewichen. Dabei wurde der Erste Weltkrieg und sein Ende in den verschiedenen Nationen ganz unterschiedlich bewertet und verarbeitet. Mit diesen verschiedenen Sichtweisen beschäftigt sich der Studientag, den die Bensberger Thomas Morus Akademie am Samstag, 19. Januar, von 10 bis 17 Uhr in der Villa Römer veranstaltet. Drei Vorträge, Führungen und Diskussionen sind dazu geplant.

Die Tagungsleitung hat Wolfgang Hasberg, Professor für Mittlere und Neuere Geschichte und Didaktik der Geschichte an der Uni Köln. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostet 25 Euro (inklusive Verpflegung), eine Anmeldung bei der Thomas Morus Akademie (02204 408472, akademie@tma-bensberg.de) aber erforderlich.

Wolfgang Hasberg und sein Kollege Tobias Arand aus Ludwigsburg sowie Georg Mölich vom Landschaftsverband und weitere Experten sind am Mittwoch, 6. Februar, um 18.30 Uhr Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zum Thema „Narrative innerhalb des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg“ in der Villa Römer. Dort geht es um die Frage, auf welche Weise an Krieg erinnert wird, werden kann. An diesem Abend ist der Eintritt frei.

Am Tag vor der Finissage, am Samstag, 9. Februar, soll noch einmal Musik im Spiegel des Ersten Weltkrieges erklingen. Dieses Konzert findet um 15.30 Uhr im Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Opladen, Bielertstraße 14, statt (Eintritt 10 Euro). Sopranistin Irmelin Sloman, der Pianist Thomas Palm und Geiger David Johnson wollen mit ihrer Programmauswahl, die den Zeitgeist in unterschiedlichen Facetten spiegelt, das Lebensgefühl der Jahre 1914 bis 1918 lebendig werden lassen.

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