Benefizkonzert: Bands rocken für den Rheintunnel

Die Initiative „Lev muss leben“ hat ein Konzert veranstaltet. Mit dabei: die Bläck Fööss und die Peter Nonn Bluesband.

Vier Bands sorgten beim verkaufsoffenen Sonntag im Leverkusener Forum für mächtig Stimmung. Neben der Peter Nonn Bluesband, der Tribute-Band „Goldplay“ und den Kölsche Cowboys standen besonders die Bläck Fööss im Mittelpunkt des Benefizkonzertes. Der „Musikarbeitskreis Rheindorf“, der aus Bernd Neufeind, Hagen Norhausen und Erhard Schoofs besteht, hatte die Bands organisiert, um Einnahmen für die Vereinigung „Lev muss leben“ zu sammeln.

„Es haben ja bereits mehrere kleinere Benefizveranstaltungen stattgefunden, darunter im Kulturausbesserungswerk in Opladen mit Wilfried Schmickler“, sagt Erhard Schoofs, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, „aber die haben allesamt nicht so viel eingebracht. Deshalb wollten wir ein großes Benefizkonzert veranstalten.“

Eigentlich hätten es fünf Bands sein sollen, aber der „Full Tune Clan“, eine siebenköpfige Reggae-, Soul- und Funk-Band, hätte absagen müssen, so Schoofs. Seit vielen Monaten liefen die Planungen, und dann ging alles ganz schnell. Weil Bläck Fööss-Neumitglied Pit Hupperten (Nachfolger von Gründungsmitglied Peter Schütten) ein alteingesessener Leverkusener sei, hätte sich die Band direkt für das Konzert begeistern lassen. Der 43-Jährige sorgte mit seinen Bandkollegen für ausgelassene Stimmung, und die Bläck Fööss spielten viele Lieder aus ihrem weit mehr als 400 Titel umfassenden Repertoire.

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„Ich hätte mir allerdings noch mehr Zuschauer gewünscht“, sagt Ingrid Beyersdorf, Besucherin des Konzerts, „das sind wirklich tolle Bands hier. Und auch die Stimmung war insgesamt gut, aber es waren einfach zu wenige Besucher. Das ist sehr schade.“ Dem stimmte auch eine andere Besucherin zu, die nach dem Konzert sogar zu den Veranstaltern ging: „Ich hätte euch empfohlen, Plakate auch in Köln aufzuhängen. Mensch, die Bläck Fööss sind doch Kult in unserer Stadt! Wenn Sie da Plakate aufgehängt hätten, wäre der Laden hier voll gewesen.“

Dennoch sprach Erhard Schoofs von einer gelungenen Veranstaltung. Die Bands seien fantastisch gewesen, und die Bürgerinitiative konnte weitere Unterschriften „gegen die Deponieöffnung und Mega-Stelze in Leverkusen“, wie es im Formular heißt, sammeln.

Mehr als 26.000 Unterschriften stünden bereits auf der Haben-Seite. Die Ratsmehrheit würde zwar die „Lev muss leben!“-Initiative nicht unterstützen und nur eine sehr kleine „Trog-Tunnellösung“ vorschlagen, dennoch würde „die große Mehrheit unserer Bevölkerung“ hinter der Kombilösung, sprich langer Rheintunnel mit einer kleinen Rheinbrücke, stehen.

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