Leverkusen: Zonta-Club fördert Nele Mai (16) mit Preis.

Frauenförderung: Zonta-Preis an Nele Mai verliehen

Die Damen-Organisation fördert junge Frauen, die sich führend engagieren.

Zwei besonders aktive junge Frauen stellten sich kürzlich dem Votum der Jury. Aber nur eine konnte den Wettstreit im Rahmen des internationalen Wettbewerbs „Young Women in Public Affairs“ (YWPA) gewinnen. Und so ging der mit 500 Euro dotierte Preis an Nele Mai, eine 16-jährige Schülerin der Montanus-Realschule. „Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich mich freue“, sagte Nele, nachdem sie den Preis von Petra Schmidt, Vorsitzende des YWPA-Komitees vom Zonta Club Leverkusen, entgegengenommen hatte.

„Damit habe ich nicht gerechnet“, ergänzte Mai im Beisein ihrer Eltern, der Großmutter sowie von Freunden und Lehrern. Mutter Daniela platzte schier vor Stolz. „Sie ist etwas ganz Besonderes“, urteilte die Schlebuscherin über die älteste Schwester eines Zwillingspärchens und eines Bruders. Obwohl Tatjana Schroer (19) vom Gymnasium Odenthal leer ausging, fühlte sie sich keineswegs als Verliererin. Sie sagte: „Es ist nicht wichtig, wer gewinnt, sondern jeder sollte ausgezeichnet werden, der zu Verbesserungen beiträgt.“

Der Preis wird alljährlich von Zonta International vergeben, einem weltweiten Zusammenschluss berufstätiger Frauen in verantwortlichen Positionen. Die Organisation möchte junge Frauen ermutigen, sich im öffentlichen Leben, in der Politik und in gemeinnützigen Organisationen einzusetzen. Zonta belohnt ehrenamtliche Tätigkeiten und möchte anspornen, Führungsaufgaben bereits in jungen Jahren zu übernehmen.

Auf Nele trifft all das offensichtlich zu. In der Schule engagiert sie sich zum Beispiel als Vorstand in der Bezirksschülervertretung, Schulsprecherin, Mitglied der Schulkonferenz und Organisatorin von Aktionen, um Geld für den Förderverein der Schule zu generieren. Außerhalb der Schule war sie etwa verantwortlich für die Aktion der Leverkusener Tafel „Weihnachten im Schuhkarton“. Darüber hinaus wirkte sie als Teilnehmerin des Regionaltreffens „Schule ohne Rassismus“, Mitgestalterin von Fahrten zu Gedenkstätten anlässlich der Reichspogromnacht und Organisatorin für Selbstbehauptungskurse junger Frauen.In den Empfehlungen wurde sie entsprechend hoch gelobt, unter anderem als aufgeschlossen, empathisch, hilfsbereit, kooperativ, umsichtig, vorausschauend, zielstrebig oder mitreißend beschrieben.

„Der Preis ist leider immer noch nicht bekannt genug“, bedauert Petra Schmidt, „obwohl er eine gute Möglichkeit bietet, engagierte junge Frauen in den Mittelpunkt zu stellen.“

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