1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Leverkusen Wohnungsgesellschaft erwirtschaftet fünf Mio. Euro Gewinn

Rekordjahr 2019 : WGL knackt die Fünf-Millionen-Marke

Die Wohnungsgesellschaft Leverkusen hat 2019 bei Gewinn und Bestand Bestmarken erreicht. Die durchschnittliche Kaltmiete liegt laut WGL bei 5,87 Euro pro Quadratmeter – und damit trotz einer Steigerung um zwölf Cent im Vergleich zu 2018 deutlich unter dem Schnitt in Nordrhein-Westfalen.

Stolz schwingt in der Stimme von Wolfgang Mues mit, wenn er über 2019 spricht – zurecht, denn der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) hat starke Zahlen vorzuweisen. Der Überschuss des größten Vermieters in der Stadt ist von 4,72 (2018) erstmals auf fünf Millionen Euro gestiegen. Zudem ist die Zahl der WGL-Wohnungen auf 7008 gewachsen. Das sind 123 mehr als 2018 und eine weitere Bestmarke.

Durchschnittliche Kaltmiete liegt bei 5,87 Euro pro Quadratmeter – und damit trotz einer Steigerung um zwölf Cent im Vergleich zu 2018 deutlich unter dem Schnitt in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: Ein paar Kilometer weiter in Köln liegen die Mittelwerte laut Mues bereits bei 6,60 Euro. Der Leverkusener Mietspiegel reicht gar bis 9,27 in der Spitze. „Wir sind also auch im günstigen Leverkusen an der unteren Kante“, sagt der Geschäftsführer. Das liege auch an den rund 1700 öffentlich geförderten Wohnungen. Die Betriebskosten blieben mit 2,43 Euro pro Quadratmeter ebenfalls auf einem niedrigen Niveau. Das sei unter anderem auf 201 energetische Sanierungen zurückzuführen.

„Unser Ziel, möglichst viele preiswerte Wohnungen zu bauen, gilt auch 2020“ betont Mues. Der Bedarf dafür sei in Leverkusen nach wie vor groß. Die Kehrseite: Die durchschnittliche Verschuldung der WGL liegt bei 403 Euro pro Quadratmeter. „Wir haben viel gebaut und daher auch mehr Hypotheken aufnehmen müssen. Bei einer Eigenkapitalquote von 35 Prozent müssen wir uns aber keine Sorgen machen“, versichert er.

Das größte Projekt der WGL 2019 war mit 61 Wohnungen und fünf Gewerbeeinheiten das Rheindorfer Karree am Königsberger Platz. Rund 17 Millionen Euro flossen in das Wohn- und Geschäftshaus. „Die Vermietung läuft noch, weil die Corona-Pandemie den Prozess langwieriger gestaltet.“ Die Nachfrage sei mit über 200 Bewerbern aber hoch. Besichtigungen sind indes komplizierter: „Wir gehen nur mit einer einzelnen Person in die Wohnungen.“ Auch an der Zschopaustraße, Unstrutstraße und Memelstraße sind 2019 WGL-Neubauten entstanden. Das Investitionsvolumen liegt bei insgesamt 41,5 Millionen Euro. „Sowas haben wir noch nie gehabt. Das ist ein absoluter Spitzenwert“, betont der Geschäftsführer – und dabei klingt der Stolz auf das Erreichte wieder durch.

2020 sollen die Projekte an der Kantstraße und Helenenstraße fertiggestellt werden. Weitere folgen. „Wir sind relativ günstig und haben hohe Standards, was die Wohnungen betrifft“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Uwe Richrath. Die Entwicklung der WGL zeige, dass es „genau die richtige Entscheidung war, die städtische Wohnungsgesellschaft nicht zu verscherbeln und dem Aktienmarkt zuzuführen“.