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Leverkusen: Wohin mit dem ganzen Laub?

Straßenreinigung in Leverkusen : Was passiert mit dem Herbstlaub?

Eigentümer sind verpflichtet, die Gehwege vor ihrem Grundstück von den Blättern zu befreien. Einfach in die Gosse kehren ist nicht gestattet.

Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, werden die im Sommer grünen Blätter der Laubbäume bunt – der Herbst ist da. Solange die gelben und roten Blätter noch an den Bäumen hängen, erfreuen sich viele an diesem Anblick. Fällt das Laub allerdings irgendwann zu Boden, ist es oftmals vorbei mit der Freude. Denn dann wartet Arbeit.

Grundstückseigentümer müssen dafür Sorge tragen, dass kein Laub auf den Gehwegen vor ihren Grundstücken liegt. Dabei ist es egal, ob das Laub von den eigenen Bäumen stammt oder von städtischen. „Das Laub muss privat entsorgt werden. Entweder wird es kompostiert, oder die Bürger müssen es zum Grünschnittcontainer bringen. Kleine Mengen können auch in der schwarzen Tonne landen“, sagt Thomas Eberhard von den Technischen Betrieben der Stadt Leverkusen (TBL).

Rechtsanwalt Volker Winands, Geschäftsführer des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer-Vereins Leverkusen und Umgebung, warnt:  „Auf keinen Fall sollte man das Herbstlaub verbrennen. Es qualmt stark und das Feuer kann sich sehr schnell ausbreiten.“ Das Laub im Wald abzuladen, sei verboten und kann bestraft werden. Deshalb rät Winands: „Man kann das Laub an windgeschützten Stellen im Garten als Frostschutz für Pflanzen verwenden. Nur auf dem Rasen sollte es nicht liegen bleiben, der bekommt sonst unschöne Flecken.“

Das Team der TBL ist jeden Tag auf den Straßen der Stadt unterwegs, um diese vom Laub zu befreien. „Die Kehrmaschinen nehmen auch Laub auf. Wenn das aber zu viel für die Maschinen ist, melden sich die Kehrmaschinenfahrer und wir schicken extra Kollegen raus, die mit Laubsaugern dafür sorgen, dass die alten Blätter beseitigt werden“, sagt Eberhard. So werde jede Straße im Stadtgebiet ein Mal in der Woche angefahren und gesäubert, die Fußgängerzonen häufiger. „Wir kennen aber auch die Problemstellen, wo sich das Laub vermehrt sammelt“, betont Eberhard. Auch da werde öfter vorbeigeschaut.

Es gibt zudem eine freiwillige Aktion der TBL, bei der Laubsäcke an die Anwohner verteilt werden. Diese sammeln das Laub dann ein, anschließend wird es abgeholt. „Das wird nur dort angeboten, wo große städtische Bäume stehen, die auch viel Laub abwerfen“, sagt Eberhard. Das sei zum Beispiel an der Bismarckstraße der Fall. „Die Anwohner fragen danach und freuen sich über die Säcke“, ergänzt der städtische Mitarbeiter.

Nach Möglichkeit wird das Laub am Ende kompostiert. Das gehe aber nur mit dem Laub, das über die Laubsauger gesammelt werde. Das in den Kehrmaschinen ist zu schmutzig.