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Leverkusen-Wiesdorf: Blumenhändler dürfen unter Auflagen weitermachen

Landesverordnung macht es möglich : Blumenhändler dürfen unter Auflagen weitermachen

Erst mussten Stände schließen. Das hat sich geändert.

Recep Kavrayici ist erleichtert. Seit seiner Jugend arbeitet der 43-Jährige als Blumenhändler, viele Leverkusener kennen ihn aus der Wiesdorfer Fußgängerzone. Doch als die Coronakrise das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen gebracht hat, war zumindest kurzzeitig auch seine Branche betroffen. Zunächst musste er den Verkauf einstellen, doch die Verordnung des Landes NRW, die vor einer Woche die Verfügung der Stadt inhaltlich quasi ersetzt hat, dürfen Floristen vorerst mit ihren Ständen weitermachen – wenn sie die regelmäßig vom Ordnungsamt kontrollierten Mindestabstände zwischen den Kunden strikt einhalten.

„Auch unsere Branche ist natürlich heftig von Corona betroffen“, sagt Kavrayici – und meint damit nicht nur die mangels Importen hohen Rosenpreise. „Aber ein paar Kunden kommen und freuen sich, dass wir noch da sind.“ Insgesamt wirke Wiesdorf aber wie eine Geisterstadt. Um die Abstandsregel zu befolgen, hat er Markierungen auf dem Boden angebracht und einige andere Maßnahmen umgesetzt. So kann der Verkauf von Tulpen und anderen Frühlingsblumen weiterlaufen. „Zunächst war die Ansage, dass wir bis zum 19. April den Verkauf stoppen müssten, aber jetzt sind wir froh, dass wir nach dem Hin-und-Her aufmachen können.“