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Leverkusen: Werbung gucken soll Kinos retten

Während der Corona-Zwangspause : Werbung gucken soll Kinos retten

Unter dem Hashtag #HilfDeinemKino werden Cineasten um Unterstützung gebeten.

Der Kinofilm ist auf dem dramaturgischen Höhepunkt angelangt, da treffen sich zwei Hände beim Griff in die Popcorn-Tüte. Der Film wird zur Nebensache beim ersten Date vor der großen Leinwand. Es ist eine der Geschichten, die das Kino schreibt. Es geht nicht nur darum, Filme zu sehen, sondern um Begegnungen. Im Kino werden Erinnerungen geboren. Aber die sind wegen des Coronavirus in Gefahr. Den Kinobetreibern fehlen die Einnahmen, Miet- und Personalkosten bleiben. „Die Corona-Pandemie hat großen Einfluss auf viele Bereiche unserer Gesellschaft, viele Arbeitsplätze und Existenzen sind leider gefährdet“, beschreibt das Unternehmen Weischer Cinema. Der Kino-Vermarkter aus Hamburg verdient mit Werbung auf der Kinoleinwand sein Geld und hat eine Kampagne initiiert, um den Kinos durch diese schwierige Zeit zu helfen.

Unter dem Hashtag #HilfDeinemKino ruft sie Menschen dazu auf, ihre Lieblingskinos zu unterstützen. Alles, was dafür getan werden muss, ist, sich die Werbung anzuschauen, die normalerweise auf den Kinoleinwänden liefe. Praktisch: Die gezeigten Trailer machen Lust auf die Filme, die nach der Krise in den Kinos starten werden. Die dadurch generierten Werbeumsätze werden von Weischer Cinema an die Kinos weitergegeben. Diese erhalten so den gleichen Anteil, den sie für die Spots auf der Kinoleinwand bekommen würden.

Auch das Kinopolis in Wiesdorf und das Scala in Opladen können ausgewählt werden. „Ich war erstmal verwirrt und hatte keine Ahnung von der Aktion“, berichtet Nadine Melzer, Theaterleiterin des Scala Cinema. Sie hatte auf Facebook von #HilfDeinemKino erfahren und sei dann so begeistert gewesen, dass sie die Aktion selbst fleißig teilte. Sie freue sich über die zusätzliche Unterstützung, sagt sie, weist aber auch auf weitere Möglichkeiten hin. Neben der Hilfe über die Kampagne können die Kinos auch durch den Kauf von Kinogutscheinen unterstützt werden, merkt sie an. Das Scala Cinema etwa macht bei der neuen Leverkusener Gutschein-Plattform unter www.leverkusen-steht-zusammen.de mit.

 So funktioniert die Teilnahme bei #HilfDeinemKino: Die Internetseite www.hilfdeinemkino.de aufrufen, auf der interaktiven Karte das Kino auswählen, das durch Werbunggucken unterstützt werden soll, die gewünschte Qualität des Werbespots auswählen.

Info: Besuchen Sie auch die neue Plattform der Rheinischen Post unter www.rp-gemeinsamstark.de. Auf dieser Plattform wollen wir Helfer und Hilfsbedürftige zusammenführen, beispielsweise für den Einkauf für einen älteren Nachbarn oder das Hifspaket für Obdachlose. Gleichzeitig wollen wir einen Marktplatz für Dienstleistungsunternehmen aus Handel, Handwerk und Gastronomie schaffen, die durch die Krise in Not geraten sind.