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Leverkusen: Wenn es Maskenverweigerer ans Portemonnaie geht

Regelverstoß im Wupsi-Bus : Wenn es Maskenverweigerern ans Portemonnaie geht

Seit Mittwoch ist es offiziell: Wer ohne Maske in einem öffentlichen Verkehrsmittel erwischt wird, zahlt 150 Euro Bußgeld. Das sind Vorgaben der Landesregierung. Doch wer kontrolliert das überhaupt, und wer kassiert das Geld?

„Die meisten Fahrgäste halten sich an die Maskenpflicht in unseren Bussen“, sagt Wupsi-Sprecherin Kirstin Menzel. Hinweistafeln und Durchsagen in den Fahrzeugen weisen auf die Maskenpflicht hin. Allerdings gebe es bezogen auf das gesamte Fahrgebiet der Wupsi – es umfasst neben Leverkusen auch Teile des Rheinisch-Bergischen Kreises, etwa auch Leichlingen – zwischen zwei bis vier Fälle in der Woche, bei denen Busfahrer die Polizei rufen müssen. Dann helfen mahnende Worte nicht weiter, fehlende Einsicht braucht einen staatlichen Arm.

Anders als bei den Kontrollen von Schwarzfahrern, kassiert der Verkehrsbetrieb die Bußgelder aber nicht selbst. Auch die Polizei greift dem Maskenverweigerer nicht ins Portemonnaie. „Unsere Aufgabe ist es, die Stadt bei der Durchsetzung der Corona-Schutzbestimmungen zu unterstützen“, sagt Polizeisprecher Carlo Kreitz. „Wenn Bürger oder Busfahrer uns rufen, werden wir tätig.“ Fallen Maskenverweigerer auf, und die Polizei kommt zum Einsatz, stellen die Beamten die Personalien des betreffenden Fahrgastes fest und leiten den Vorgang an die zuständigen Ordnungsbehörden weiter. Von dort aus würden dann die Bußgeldverfahren eingeleitet.

Aufgrund der Vielzahl von sonstigen Einsatzorten könne der städtische Ordnungsdienst die Maskenpflicht in Bussen derzeit nicht kontrollieren, sagt Stadtsprecherin Julia Trick. „Aktuell liegt aufgrund der hohen Temperaturen beispielsweise ein besonderer Fokus auf der Kontrolle an den Badeseen, um unter anderem sicherzustellen, dass die Rettungswege für die Rettungskräfte freigehalten werden.“ Aufgrund der hohen Brandgefahr werde ebenso verstärkt die Einhaltung des Grillverbotes kontrolliert. Der Ordnungsdienst komme aber in den Bus, wenn er hinzugerufen wird. Auch seien künftig „stichprobenartige Kontrollen in der Abstimmung mit der Wupsi geplant“.