Leverkusen: Verwahrloster Innenhof der Pestalozzischule wird saniert

Leverkusen: Pestalozzischule - Stadt will jetzt doch 2018 sanieren

Gute Nachrichten für die Pestalozzischule: Die Leverkusener Förderschule hat jetzt doch gute Chancen, dass ihr völlig verwilderter Innenhof, für den mittlerweile sogar ein Betretungsverbot gilt, von der Stadt Leverkusen noch in diesem Jahr saniert wird.

Dies teilt die Stadtverwaltung jetzt in einer Vorab-Ankündigung auf ihr Informationsblatt z.d.A. Rat mit und reagiert damit auch auf eine Berichterstattung unserer Redaktion. Man wolle die Arbeiten "bis Ende der Herbstferien" umsetzen, heißt es - immer vorausgesetzt, es gebe genug geeignete Angebote für die Betoninstandsetzung.

Danach hatte es zuletzt ganz und gar nicht ausgesehen: Der Leverkusener CDU-Schulexperte Bernhard Marewski hatte sich vielmehr nach einem Besuch der Schule spontan an Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) gewandt und gefordert, den "Schandfleck Innenhof" umgehend wieder für die Schüler nutzbar zu machen.

Marewski, selbst pensionierter Lehrer, hatte als Bürgermeister an der Abschlussveranstaltung der Kunst-Projekt-Woche teilgenommen, bei der Schüler der zehnten Abgangsklassen ihre Ergebnisse präsentierten. Wörtlich heißt es in seinem Brief zu dem Innenhof: "Welche Lehre sollen die Schüler für ihre eigene Lebensgestaltung ziehen, wenn das unmittelbare schulische Umgebungsfeld ein derart schlechtes Beispiel gibt?"

Foto: Bernhard Marewski
  • Schüler dürfen Innenhof nicht betreten : Pestalozzischule - wo ist das Geld für den Hof?

Aus Lehrerkreisen war zu erfahren, dass ein Vertreter der städtischen Baufachverwaltung vor Ostern bei einem Besuch erklärt hatte, es sei kein Geld für die Hof-Sanierung vorhanden. Später konkretisierte die Stadt diese Aussage: Die Sanierung sei ursprünglich für 2018 vorgesehen gewesen. Der Stadtrat habe im Februar 2017 indes beschlossen, rund fünf Millionen Euro aus dem Förderprogramm "Gute Schule 2020" für die Digitalisierung von Schulen zu verwenden. Also habe man eine Liste der Maßnahmen erstellt, die zugunsten dieser Digitalisierung zurückgestellt wurden. Davon sei leider auch die Pestalozzischule betroffen. Was die Stadt nicht mitteilte, war die Tatsache, dass das Geld bereits zwei Jahre zuvor schon vorhanden gewesen war. Genau 30.000 Euro.

Dies wird jetzt nachträglich eingeräumt: Im Zusammenhang mit dem Förderprogramm der Landesregierung heißt es nur noch, die Umsetzung der bereits angedachten Sanierung habe "aufgrund fehlender Personalressourcen" nicht erfolgen können.

Von der ursprünglichen Begründung, die Pestalozzischule sei wegen des Wunsches der Politik nach vorrangigem Ausbau der Digitalisierung nicht zum Zuge gekommen, ist keine Rede mehr.

(RP)