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Leverkusen: Verdi stellt sich quer: Offener Sonntag fällt erneut aus 

City Leverkusen : Verdi stellt sich quer: Offener Sonntag fällt erneut aus

Die Werbegemeinschaft City hat den für kommenden Sonntag, 4. Oktober, geplanten verkaufsoffenen Sonntag abgesagt. „Trotz aller Bemühungen, mit Verdi einen gangbaren Weg für die Öffnung der Geschäfte zu finden, ist es zu keinem Konsens gekommen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Werbegemeinschaft.

Bereits Anfang September hatte Verdi den Händlern kurzfristig einen Strich durch die Rechnung gemacht und sich mit einem Eilantrag vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gegen die Sonntagsöffnung gewandt. Das Gericht hatte dem Antrag aus formalen Gründen stattgegeben und eine Erwiderung der Stadt Leverkusen verworfen.  Auch in anderen Orten, darunter Kevelaer und Letmathe, hatte das Oberverwaltungsgericht die Sonntagsöffnung untersagt.

Frank Schönberger, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, ist maßlos verärgert: „Gerade in dieser Pandemiezeit ist es für uns alle lebensnotwendig, den Bürgerinnen und Bürgern ein Shoppingerlebnis in der Stadt zu bieten und dem Handel die Möglichkeit zu geben, weggebrochene Umsätze zurückzuholen“, so Schönberger. Die Mitglieder der Werbegemeinschaft verstünden  nicht, dass Verdi die Augen davor verschließe. „Es geht um die Sicherung von Arbeitsplätzen.“  Bei einer Ad-hoc-Sitzung der Werbegemeinschaft seien sich die Händler darüber einig gewesen, „dass Verdi in diesem Fall Arbeitsplätze gefährdet und nicht sichert“. Der verkaufsoffene Sonntag  sei für die Händler in der City sei  vor dem Hintergrund, dass auch der Samstag wegen des Feiertages als Einkaufstag wegfällt, besonders wichtig gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Obwohl solche Veranstaltungen auch anderswo stattfänden, habe  die Gewerkschaft Verdi „das Konzept für die Leverkusener City nicht akzeptiert, als unzureichend abgelehnt und sich auf das Ladenöffnungsgesetz NRW zurückgezogen“. „Wir sind darüber sehr enttäuscht, zumal wir darauf hingewiesen haben, dass solche Veranstaltungen von fast allen gewünscht werden und auch für den Handel und den Standort Leverkusen wichtig sind“, so Dierk Hedwig, Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft.

Die City-Händler wollen aber nicht aufgeben und hoffen,  einen für  den 13. Dezember geplanten Offenen Sonntag anbieten zu können.

(bu)