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Leverkusen: Verdächtiger Brief sorgt für Einsatz in ABC-Schutzkleidung

Jobcenter Leverkusen : Verdächtiger Brief sorgt für Einsatz in ABC-Schutzkleidung

Briefe zu öffnen – für die Mitarbeiter des Jobcenters Leverkusen gehört das zum täglichen Geschäft. Montagmorgen allerdings provoziert ein verdächtiger Brief einen Gefahrstoffeinsatz für die Experten der Feuerwehr.

Um 10 Uhr wurde die Polizei alarmiert. Auslöser für den Anruf: jener Brief, der einen unbekannten Stoff zum Inhalt hat. „Der Stoff ist bisher noch nicht klassifiziert“, meldet ein Polizeisprecher  eine gute Stunde später Da waren 30 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr schon vor Ort – mit dabei der Gerätewagen Gefahrgut. Zwei Feuerwehrleute ziehen sich die ABC-Schutzanzüge über, gehen ins Gebäude. Sie holen den Brief, nochmal extra vorsichtig verpackt raus.

Die Polizei unterstützt beim Einsatz, befragt unter anderem Mitarbeiter und Passanten. Evakuiert wird niemand. Wer sich im Gebäude aufhält, soll Türen und Fenster geschlossen halten, heißt es von der Feuerwehr. Die Leverkusener ziehen Kräfte der Kölner Feuerwehr hinzu. Die Analyse-Task Force rückt an. Die Fachleute untersuchen die ABC-Anzüge und weitere Dinge aus dem Umfeld des Briefes.

 Der Brief wird mit äußerster Vorsicht behandelt, bis klar ist: Von dem Stoff im Umschlag geht keine Gefahr aus.
Der Brief wird mit äußerster Vorsicht behandelt, bis klar ist: Von dem Stoff im Umschlag geht keine Gefahr aus. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Der wird per Riesenpinzette in einen Behälter gegeben, dieser dann ins mobile Labor der Kölner Feuerwehrleute. Eine Stunde später ist klar: Von dem Stoff geht keine Gefahr aus.

Allerdings: Wer sich den makaberen Spaß erlaubt hat, den Brief zu verschicken und an oder gegen wen er gerichtet sein sollte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen für die Kriminalpolizei. Um welchen Stoff es sich in dem Brief handelt, sagt die Polizei vorerst nicht.

(LH)