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Leverkusen: Unternehmen im Chempark profitieren von Corona-Krise

Rückschau und Ausblick : Chempark profitiert von Corona-Krise

2019 war ein gutes Jahr für die Unternehmen im Chempark – und 2020 könnte ebenfalls eins werden. „Die Unternehmen an unseren Standorten stellen Produkte her, die für die Menschen und die Gesellschaft besonders jetzt von hoher Bedeutung sind“, sagt Chempark-Leiter Lars Friedrich.

Während die Corona-Krise die Wirtschaft in vielen Branchen in die Knie gezwungen hat und sich Experten mit immer neuen Rekord-Rezessions-Berechnungen für 2020 übertrumpfen, ist im Leverkusener Chempark die Welt noch in Ordnung „Letztes Jahr haben wir die besten Zahlen der Geschichte verkündet. Dieses Jahr freuen wir uns, dass der Chempark dieses Niveau trotz steigender wirtschaftlicher Unsicherheiten nahezu halten konnte“, fasst Chempark-Leiter Lars Friedrich die Jaresbilanz zusammen. Aber weil 2020 eben doch alles anders ist, verkündete der 48-Jährige die Bilanz des Vorjahres und den Ausblick auf das laufende Jahr nicht während des obligatorischen Ortstermins, sondern in einem vorproduzierten Video.

In der Tat lesen sich die Zahlen beeindruckend. Die Unternehmen im Werk am Rhein wendeten 2019 insgesamt allein 430 Millionen Euro für Investitionen auf, 357 Millionen Euro flossen in Instandhaltungen. „Das zeigt, dass der Standort weiterhin attraktiv ist und die Unternehmen auf dessen Zukunft setzen“, interpretiert Friedrich die Zahlen. Das gelte nicht nur für Leverkusen, sondern für den gesamten Chempark-Verbund mit den weiteren Standorten in Dormagen und Krefeld-Uerdingen. „Damit bleiben wir einer der wichtigsten Chemiestandorte in ganz Europa“, betont der Manager.

Auch die Mitarbeiterzahlen reichten 2019 an das hohe Level des Vorjahres. Zum Stichtag 31. Dezember lag die Zahl der Beschäftigten bei 31.512. Bei der Anzahl des Stammpersonals war dabei ein Zuwachs auf 22.336 Mitarbeiter zu verzeichnen – der höchste Stand in der elfjährigen Geschichte des Chemparks in Leverkusen. So bleibt auch die Höhe der Nettolohnsumme auf dem Vorjahresniveau von knapp über einer Milliarde Euro. Davon profitiere die Wirtschaft in Leverkusen und Umgebung – nicht nur wegen der generierten Kaufkraft, sondern auch, weil die meisten Angestellten nah an ihrem Arbeitsplatz wohnen.

Bei den Ausbildungen bleibt der Chempark ebenfalls stark. Mit 1232 jungen Menschen, die derzeit in den Unternehmen ins Berufsleben starten, wurde der Höchstwert aus 2019 gar um ein Prozent gesteigert. „Damit bleiben wir einer der größten Ausbilder der Region“, sagt Friedrich, der zudem betont: „Gerade in der Corona-Krise muss die Chemie produzieren können.“

Der chemischen Produktion falle während der grassierenden Pandemie eine wichtige Rolle zu. Medizin, Gesundheit, Hygiene, Ernährung und vieles mehr seien Teilbereiche, die im Chempark eine Rolle spielten: „Die Unternehmen an unseren Standorten stellen Produkte her, die für die Menschen und die Gesellschaft besonders jetzt von hoher Bedeutung sind.“