Leverkusen Umweltprojekt auf der Balkantrasse

Balkantrasse: Balkantrasse hat neuen Baum-Parcours

Der Förderverein Balkantrasse hat Schautafeln eingerichtet, die den Heilnutzen etlicher Bäume am Weg zeigen.

Radfahrer, Jogger, Spaziergänger und Wanderer genießen die Fahrt und den Gang abseits des Hauptverkehrsweges. Viele schätzen die „Balkantrasse“ auch wegen ihrer Nähe zur Natur. Zuletzt sind entlang der Strecke zwei Lehrpfade entstanden: Erst wurde der „Baumparcours Bienen“ installiert, jetzt kam der „Baumparcours Mensch“ hinzu. Denn entlang der Balkantrasse stehen viele Bäume, deren Inhaltsstoffe heilende Wirkung haben. Um welche es sich handelt und wie Bäume mitsamt ihrer Bestandteile  – Wurzeln, Blätter, Blüten, Rinde und Baumsäfte – als „Naturapotheke“ zu nutzen sind, darüber informieren großformatige Tafeln an fünf Stellen.

Das Projekt ist von Reinhold Glüsenkamp in Zusammenarbeit mit Manfred Urbschat initiiert und entwickelt worden. Schließlich spielen Bäume nicht nur in der Heilpraxis, sondern auch in der Mythologie eine große Rolle, so Urbschat. „Wir wollen die Bäume den Menschen wieder nahebringen.“ Für Schulprojekte stehen weitere Unterlagen im Internet bereit.

Die Balkantrasse verbindet den Rhein perfekt mit dem Bergischen Land. Fast, denn noch ist der Lückenschluss nicht vollendet. Immerhin ist das Ziel – sehr zur Freude des Fördervereins  – in greifbare Nähe gerückt. Inzwischen hat die Politik bestehende Hindernisse mit der Deutschen Bahn beseitigt und die Fertigstellung zwischen Imbacher Weg und Bahnhof Opladen beschlossen. Bis Ende des Jahres soll die etwa 850 Meter lange Strecke durch die Stadt gerodet und freigelegt werden. Verläuft alles nach Plan, könnte der zweite Bauabschnitt im Frühjahr nächsten Jahres fertiggestellt sein.

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Insgesamt ist die 5,8 Kilometer lange Trasse auf Leverkusener Gebiet, sagen die Vorstandsmitglieder, in „hervorragendem Zustand“. Damit das auch so bleibt, legen Helfer und Streckenpaten immer wieder Hand an. Neuerdings werden Leistungen aber auch vom Jobservice Leverkusen (JSL) eingekauft. Vor kurzem waren fünf Personen eine Woche unterwegs, um sämtliche Seitenränder frei zu schneiden, Brombeeren zu beseitigen und vieles mehr. „Die Gruppe hat hervorragende Arbeit geleistet“, lobt Jürgen Wasse, der 2. Vorsitzende.

Auch außerhalb dieser geballten Reinigungsaktionen muss der Pfad ständig gepflegt werden. Neuerdings hilft ein Lastenrad beim Transport der notwendigen Geräte, wie etwa Heckenschneider, Motorsense und eines auf vier Meter Höhe ausfahrbaren Hochentasters, mit dem Äste gestutzt und zerkleinert werden können. „Das war eine unserer besten Investitionen“, sagt Schatzmeister Manfred Haußmann, der die Idee von der Insel Föhr mitbrachte.

Wegen seiner großen Zuladung von 120 Kilogramm ist es ideal zum Transport schweren Materials wie Sand oder Zement. Das dreirädrige E-Bike stammt aus den Niederlanden und wird dort zur Beförderung von Kindern benutzt. Auch im Opladener Modell sind Sitzbänke eingebaut. Häufiger im Einsatz ist das Gefährt aber für Pflegearbeiten.

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