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Leverkusen: Tankstelle überfallen - Beginn einer Serie?

Zweiter Vorfall in drei Tagen : Erneuter Überfall auf eine Tankstelle

Ist das der Beginn einer Serie an Überfällen auf Tankstellen? Das prüft die Polizei nach dem zweiten Vorfall binnen weniger Tage. Die Täter waren jeweils mit einem Werkzeug bewaffnet.

Am Montagabend, 26. Oktober, hat ein bewaffneter Mann gegen 20.50 Uhr eine Tankstelle auf der Quettinger Straße in Quettingen überfallen.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei bedrohte der Unbekannte die beiden 19-jährigen Angestellten, eine Frau und einen Mann, mit einem Werkzeug. Dabei könnte es sich um einen großen Schraubendreher oder einen Radmutternschlüssel handeln, sagt die Polizei. Der Täter floh mit dem Kasseninhalt sowie einem Portemonnaie in Richtung Kolberger Straße/ Quettinger Feld.

Er sei etwa 20 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß und werde von Zeugen als dunkelhaarig mit Dreitagebart beschrieben. Bei dem Überfall soll er eine dunkle Jacke mit Kapuze sowie eine helle Hose getragen haben.

Die Polizei prüft nun Zusammenhänge mit dem Raubüberfall auf eine Tankstelle in Leverkusen-Wiesdorf, der sich am Samstag, 24. Oktober, ereignet hat. Da hatte ein mit einem Schraubendreher bewaffneter Mann gegen 19.40 Uhr eine 19-jährige Angestellte mit dem Werkzeug bedroht. Mit Bargeld und Tabakwaren verließ er den Tatort. Zeugenaussagen zufolge stieg er nach Verlassen der Tankstelle als Beifahrer in einen schwarzen Mercedes, der aus Richtung Williy-Brand-Ring auf das Tankstellengelände gefahren war. Nach Aussagen der Überfallenen soll der dunkelhaarige Täter mit Vollbart etwa 20 bis 26 Jahre alt und etwa 1,75 Meter groß gewesen sein. Bei der Tat soll er einen schwarzen Kapuzenpullover und eine graue Hose getragen haben und nicht maskiert gewesen sein.

„Es ist ein ähnliches Vorgehen bei den beiden Taten zu erkennen“, sagt ein Sprecher der Polizei. In der Regel sei es so, dass Kriminelle ihr Muster nicht großartig verändern, wenn sie ein Mal damit erfolgreich waren, ergänzt er. „Eher spezialisieren sich die Verbrecher, zudem bewegen sie sich in einer Gegend, die ihnen vertraut ist.“ Insofern gebe es einige Indizien, dass beide Raubüberfälle von dem gleichen Täter begangen wurden.

Sachdienliche Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 14 unter der Telefonnummer 0221 229-0 entgegen.

(mwi)