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Leverkusen: Sternsinger mit digitalen Aktionen

Der Segen der Sternsinger kommt dieses Jahr kontaktlos in die Häuser : Sternsinger-Segen im Briefkasten

Wegen des Coronavirus kommt der Segen dieses Jahr kontaktlos in die Häuser der Leverkusener. Mit einer digitalen Spendendose wird Geld gesammelt.

Normalerweise ziehen sie in diesen Tagen überall durch die Straßen. In diesem Jahr wird man als Heilige Drei Könige verkleideten Kindern und Jugendlichen mit ihrem Sternenträger kaum begegnen. Die Infektionslage lässt traditionelle Aktionen wie diese nicht zu.

Der Segen, den die Sternsinger normalerweise mit Lied und Spruch in die Häuser tragen, soll aber trotzdem bei allen ankommen, die ihn wünschen. Für alle sichtbar schreiben oder kleben ihn die Boten sonst an Haus- und Wohnungstüren. Im Januar 2021 muss man selbst Hand anlegen und den Segensaufkleber 20*C+M+B+21 (Christus Mansionem Benedikat – Christus segne dieses Haus) über dem eigenen Eingang befestigen.

Im Seelsorgebereich Leverkusen Südost, zu dem die sieben Kirchengemeinden in den Stadtteilen Schlebusch, Steinbüchel, Manfort und Alkenrath gehören, bieten die Gemeinden einen Online-Besuch der Sternsinger an, der unter https://spenden.sternsinger.de abgerufen werden kann. Stellvertretend singt in dem Video eine Gruppe (mit Mund-Nasenschutz) vor der Kirche St. Andreas das Mottolied „Wir kommen daher aus dem Morgenland“, die verkleideten Könige stellen sich mit einem Spruch einzeln vor und erklären den Grund ihrer Wanderung: „Wir kommen daher aus Bethlehem und verkünden euch was dort geschehen.“ Die Segensaufkleber liegen diese Woche in allen Kirchen des Seelsorgebereichs Leverkusen Südost zum Mitnehmen aus. Sternsingergruppen werden allerdings in verschiedenen Gottesdiensten und an den Markttagen auf dem Kirchplatz vor St. Andreas präsent sein.

Auch durch Opladen, Bergisch Neukirchen und Pattscheid werden die Sternsinger nicht wie ursprünglich geplant ziehen. Aus allen fünf zugehörigen Gemeinden wurden die Anmeldungen wie sonst auch entgegengenommen. Alle werden in den nächsten Tagen besucht, allerdings nicht von Kindern. „Erwachsene werfen die Segensgrüße in die Briefkästen“, erläutert Pfarrer und Stadtdechant Heinz-Peter Teller. Kinder seien erstmals nicht bei der Aktion dabei, bleiben jedoch an den Gottesdiensten am Wochenende beteiligt. Man müsse jetzt auf den nötigen Abstand achten.

„Aber der Segen, den sie bringen, kommt aus tiefstem Herzen und die Spende ist vor allem jetzt besonders wichtig, da viele Hilfsprojekte unter den fehlenden Spenden leiden“, sagt er. Mit den Spenden des Dreikönigssingens werden Hilfsprojekte für Kinder in über 100 Ländern auf der ganzen Welt unterstützt. Das Motto für die Aktion 2021 „Kindern Halt geben  – in der Ukraine und weltweit“ stellt das Thema Arbeitsmigration und die Auswirkungen auf Kinder in den Mittelpunkt. Die Gaben können im Pfarrbüro abgegeben oder bargeldlos überwiesen werden.

Genauso wird es auch in den Gemeinden Rheindorf und Hitdorf sowie in Wiesdorf, Bürrig und Küppersteg gehandhabt. Kontaktlos wird in diesem Jahr mit der digitalen Spendendose gesammelt, die auf der Homepage www.sternsinger.de zu finden ist.