Leverkusen Stellplätze für Fahrräder Bahnhof Opladen

Mobilität: Sichere Stellplätze für Fahrräder

Am Bahnhof Opladen ist eine eingezäunte Bike-and-Ride-Anlage für 84 Räder entstanden. Zwölf Fahrradboxen folgen.

Aus eigener Erfahrung weiß Vera Rottes, wie es ist, wenn Fahrräder gestohlen worden. Schon zwei ihrer Räder sind unwiederbringlich verschwunden, das dritte lässt sie nun nicht mehr aus den Augen. Auf jeden Fall sicher sind die Fahrräder der Pendler, die am Bahnhof Opladen ihre Zweiräder neuerdings in einem speziell geschützten Bereich unterstellen können. Am Freitag hat Rottes, Geschäftsführerin der neuen Bahnstadt Opladen, gemeinsam mit dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden Paul Hebbel sowie Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober vom Nahverkehr Rheinland die gesicherte Bike-and-Ride-Anlage vorgestellt.

Dabei handelt es sich um einen überdachten Stellplatz, der von einem 1,80 Meter Zaun umgeben ist. Insgesamt 84 Fahrräder können darin jeweils zu zweit an Fahrradbügeln befestigt werden. Der Zugang ist elektronisch gesichert. Die entsprechenden Daten werden bei der Buchung vergeben. Außerhalb des geschützten Bereiches gibt es Platz für weitere 56 Räder.

Mit diesem Pilotprojekt in unmittelbarer Nähe der Bahnhofsbrücke wird zugleich ein Schritt des Mobilitätsangebotes am Bahnhof Opladen fertig gestellt. Vor einer Weile wurde schon der mit 30 Bäumen begrünte P&R-Platz zu Ende gebaut, der in Höhe der Lützenkirchener Straße Stellflächen für 161 Autos bietet. Der Plan werde abgerundet, sobald auch der letzte Abschnitt der Balkantrasse dort ankomme, sagte Rottes und unterstrich die gut vernetzte Mobilität zwischen Bus, Bahn, PKW und Fahrrad. Denn neben den genannten Parkangeboten wurden auch die Haltestellen „Werkstättenstraße“ für die Linien 201 und 231 an der Lützenkirchener Straße nach neuestem Standard ausgebaut.

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Norbert Reinkober sagte, sein Unternehmen plane in nächster Zeit, das gesamte Rheinland mit einem Netz von Mobilstationen auszurüsten, um Nahmobilität, insbesondere im Umfeld von Bahnhöfen, zu fördern. Opladen passe hervorragend in dieses Konzept, so Reinkober. Insgesamt, sagte er, sei die Stadt „auf einem sehr guten Weg, wie Mobilität in Zukunft aussehen kann.“ Es gehe darum, Angebote zu schaffen und diese bezahlbar für die Kommune zu gestalten, sagte Paul Hebbel und spielte damit auf die jüngst von der Wupsi vorgestellten Veränderungen der Linien an. „Wir müssen uns anstrengen, wenn die Mobilitätswende gelingen soll“, resümierte Hebbel.

Die Kosten für die Parkplätze belaufen sich auf insgesamt eine Million Euro, 852.000 Euro dieser Summe trägt Nahverkehr Rheinland. „Wir wollen noch mehr für Radfahrer tun“, sagte Rottes und bezeichnete dieses Vorhaben als „Herzensangelegenheit“. Denn es geht weiter. Ein Parkhaus für Fahrräder ist der nächste Baustein im gesamten Puzzle. Schon in der nächsten Woche werden zwölf Fahrradboxen in unmittelbarer Nähe zu dem gesicherten Stellplatz freigegeben.

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