Geschwindigkeitsüberwachung Stadt will Tempokontrollen verschärfen

Leverkusen · 120.000 Euro stehen für die Anschaffung neuer laserbasierter Messgeräte zur Verfügung. Sie können in den Radarwagen, den stationären „Towern“ und in Anhängern eingesetzt werden.

 „Radarfalle“ nennt der Volksmund gerne, was hier zur mobilen Tempokontrolle installiert wird. Das Foto zeigt das Modell Traffistar S350.

„Radarfalle“ nennt der Volksmund gerne, was hier zur mobilen Tempokontrolle installiert wird. Das Foto zeigt das Modell Traffistar S350.

Foto: Jenoptik AG

Die Stadt Leverkusen will verstärkt gegen Temposünder vorgehen. Die stationären Überwachungsstandorte sollen mit laserbasierten Messgeräten der Firma Jenoptik ausgestattet werden. Für die Anschaffung stehen 120.000 Euro bereit.

Die neuen Geräte können in den beiden städtischen „Radarwagen“, in stationären „Traffi-Towern“ und in Anhängern eingesetzt werden. Diese „Neuausrichtung der Tempoüberwachung“ schlagen Oberbürgermeister Uwe Richrath und Rechtsdezernent Markus Märtens jedenfalls dem Stadtrat vor. Erfahrungsgemäß werden die Politiker dem Projekt zustimmen. Derzeit funktionieren nur noch drei alte städtische „Starenkästen“, räumt die Stadt in dem Beratungspapier für die Bezirksvertretungen und den Rat ein.

Es sind die Standorte Bensberger Straße, Berliner Straße und Hardenbergstraße. Ursprünglich standen insgesamt 17 stationäre Anlagen zur Verfügung. Da die Mehrzahl der Autofahrer aber nicht weiß, welche Blitzkästen derzeit funktionieren, rollen sie auch an den ausgefallenen Anlagen meist mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit vorbei. Das ist auch besser so für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer und natürlich für Portemonnaie und Führerschein. Denn: Mit den mobilen Radarwagen darf die Stadt an 466 Stellen in Leverkusen nach Temposündern suchen. Und die Polizei ergänzt das Netzwerk ohnehin.

Die Stadt hat neben den funktionierenden stationären Anlagen zunächst weitere sieben Standorte für eine Modernisierung überprüft. Favorisiert werden derzeit drei Stellen zur Inbetriebnahme:
● Burscheider Straße: Richtung Opladen Höhe Haus Nr. 463, in Gegenrichtung Höhe Haus Nr. 31.
● Gustav-Heinemann-Straße, Höhe Haus Nr. 55 in Richtung Wiesdorf
● Friedrich-Ebert-Straße (B8), Höhe Chempark-Rohrbrücke.

In der Untersuchung waren zudem die Solinger Straße und als neue und weitere Messorte:
● Bonner Straße, Höhe Burger King in Richtung Autobahn
● Westring, Höhe Einmündung Rheindorfer Straße, in Richtung Rheindorf
● Steinbücheler Straße, Bereich Wilmersdorfer Straße, in beide Richtungen.

Ein großer Vorteil der neuen Lasertechnik ist: Für die festen Messanlagen müssen keine (störanfälligen) Kontaktschleifen mehr in den Fahrbahnen verlegt werden. Die künftig eingesetzten fest installierten Geräte kommen in „Traffi-Designtürme“ (wie sie etwa in Monheim stehen) und kosten pro Stück ca. 35.000 Euro für eine Fahrtrichtung und 50.000 Euro für zwei Messrichtungen.

Die Firma Jenoptik verspricht dazu, dass nur noch die Kamera-Messanlagen geeicht werden müssen. Sie können wechselweise stationär oder mobil genutzt werden. Machen die mobilen Teams Feierabend, dann können sie die Messapparate aus dem Pkw nehmen und mit ein paar Handgriffen in einen stationären Turm schieben.

Die neuen Geräte unterscheiden übrigens zwischen Lastwagen und Pkw, so dass sich auch  Lkw-Durchfahrtsverbote wirkungsvoll zusammen mit der Tempoerfassung kontrollieren lassen.

Die Bezirksvertretung I berät in ihrer Sitzung am heutigen Montag, 16 Uhr, Rathaus, 5. Obergeschoss, Raum 5.06, öffentlich, zu diesem und zu weiteren Thema.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort