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Leverkusen: Stadt will Raumluftfilter bis Herbst einbauen

Schulen und Kitas in Leverkusen : Stadt will Raumluftfilter bis Herbst einbauen

Die FDP kritisiert die Stadtverwaltung wegen der geplanten neuen Anlagen in Schulen und Kindergärten. Schuldezernent Adomat kontert.

Die FDP kritisiert die Stadt: „Die Verwaltung verkompliziert mittlerweile jede Anregung aus der Politik und macht mit ihren... Bedenken die Ratsmitglieder ängstlich“, moniert Monika Ballin-Meyer-Ahrens. Seit sich der Rat am Montag entschieden habe, Raumluftfilter für Schulklassen und Kitas habe sich herausgestellt, „dass es viele Anbieter gibt, die Raumluftfilter für Schulklassen für deutlich weniger als 3700 Euro pro Stück anbieten, sie also damit insgesamt deutlich weniger als die von den Dezernenten genannten 2,5 Millionen Euro kosten“, merkt die Fraktionschefin der FDP an.

Die Entscheidung fiel in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause. Es sollen Filter für 691 Räume in Grundschulen, den unteren Klassen der weiterführenden Schulen, in Förderschulen und in Kitas gekauft werden.

Ein Hersteller böte die Anlagen in der benötigten Größenordnung für gut eine Million an. „Er stellt eine zeitnahe Lieferung in Aussicht.“ Die Stadt hatte gesagt, es dauere länger, möglicherweise bis zum Jahresende. Und die Liberale fragt an, ob für alle Räume en bloc ausgeschrieben werden müsse. In kleineren Umfängen sei keine europaweite Ausschreibung nötig. Zudem gebe es Mietgeräte.

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Schuldezernent Marc Adomat sagt: „Die Ideen sind lieb und schön. Aber nicht so umsetzbar.“ Es sei aus rechtlicher Sicht nicht möglich, den Bedarf von 700 Filtern in kleine Chargen aufzuteilen. „Da könnte uns dann jeder Hersteller verklagen.“ Mietgeräte kämen nicht in Frage, der Rat habe den Beschluss zur Anschaffung gefasst. „Wie lange sollen wir da mieten? Die Situation hält ja noch länger an.“

Dass die Stadt die Kosten pro Gerät mit gut dreieinhalb Tausend Euro angegeben habe, sei ein geschätzter Wert nach bekannten Angeboten. „Auch wir hoffen, dass das günstiger geht“, betont Adomat. Eventuell dadurch, dass Leverkusen sich mit anderen Kommunen zusammentue.  Die Stadt hoffe, bis nach den Herbstferien die Filter eingebaut zu haben. „Bis dahin ist Lüften ohnehin die erste Wahl.“ Die Produktion solcher Anlagen hänge aber auch von volatilen Faktoren wie etwa der Verfügbarkeit von Rohstoffen ab.